Erstes Rennen, erste Medaille für Österreich: Nicole Schmidhofer - bisher ohne Sieg im Weltcup - holt Gold im Super-G von St. Moritz.

Was für ein Auftakt aus österreichischer Sicht bei der alpinen Skiweltmeisterschaft in St. Moritz: Nicole Schmidhofer hat ihr erstes Rennen gewonnen - und sichert Österreich die erste Medaille.

Silber ging an Tina Weirather aus Liechtenstein (+ 0,33 Sekunden), Bronze holt die Schweizerin Lara Gut.

Stephanie Venier wurde mit Platz sieben zweitbeste Österreicherin (+ 0,77 Sekunden). Christine Scheyer (+ 1,44 Sekunden) und Tamara Tippler (+ 2,08 Sekunden) reihten sich auf den Plätzen 15 und 20 ein.

Anna Veith erging es wie Lindsey Vonn: Beide Damen beenden das Rennen nicht.

Den Sieg "gut aufgespart"

"Gut aufgespart, hätte ich gesagt", freute sich Schmidhofer nach ihrem Sieg - auf den die 27-Jährige zehn Jahre warten musste. "Es war immer knapp mit dem Podium in letzter Zeit. In Cortina habe ich gesehen, wie es nicht geht."

Am Start habe sie sich alle möglichen Dinge vorgesagt. "Die anderen müssen sich gedacht haben: 'Die ist nicht ganz normal.'", sagte Schmidhofer. Mit einer Medaille habe sie zumindest ein wenig spekuliert. "Bei der Fahrt habe ich mir gedacht: Wenn der Zweier aufleuchtet, dann kann es mit der Medaille schon funktionieren. Und dann hat es grün aufgeleuchtet."

Veith gratuliert Niki Schmidhofer

"Nici war in den Trainings schon schnell. Dass sie das heute runtergebracht hat, freut mich riesig", lobte Anna Veith ihre Teamkollegin. "Erster Sieg bei einer Weltmeisterschaft - das ist etwas Spezielles."

Über ihren Ausfall schien Veith mäßig betrübt: "Es hat viel wilder ausgeschaut, als es sich für mich angefühlt hat. Ich hätte mehr Richtung machen müssen, um dem Druck standhalten zu können."

Grundsätzlich schaue sie sich "die schnellste Linie an und will die auch durchziehen. Aber es ist schwer zum Abschätzen, was ich durchziehen kann." (ank)