• 19:40 Uhr: ➤ Niederlande verhängen neuen Lockdown
  • 17:30 Uhr: Merz: Lauterbach neigt in gewissen Situationen zu Übertreibungen
  • 15:49 Uhr: Schärfere Einreiseregeln wegen Omikron? Das fordern die Gesundheitsminister
  • 13:01 Uhr: Drosten warnt erneut vor Omikron und blickt nach England: "So geht es los"
  • 09:37 Uhr: Zahlen sinken erneut - Experten haben aber eine Befürchtung
  • 09:24 Uhr: Regierungschef: Radikalisierung von Impfgegnern inakzeptabel
  • 00:12 Uhr: SPD-Generalsekretär Kühnert lehnt Impfregister ab

➤ Niederlande verhängen neuen Lockdown

Die Niederlande haben kurz vor Weihnachten wegen der Omikron-Variante des Coronavirus einen neuen strengen Lockdown verhängt. Von diesem Sonntag an müssen fast alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure schließen. Ausgenommen sind nur Läden wie Supermärkte und Apotheken, die für die Versorgung wichtig sind. Die extrem schnelle Verbreitung der Omikron-Variante zwinge zu diesen harten Maßnahmen, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Samstagabend in Den Haag. «Es ist unvermeidlich. Wir müssen eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern.»

Zu Hause darf man nun in der Regel nur noch zwei Gäste empfangen - nur zu Weihnachten sind es vier. Der Lockdown soll zunächst bis zum 14. Januar gelten, also bis ins neue Jahr hinein. Eine Ausgangssperre werde es vorerst nicht geben, sagte Rutte. Bisher galt in dem deutschen Nachbarland mit etwa 17,5 Millionen Einwohnern schon ein «Abend-Lockdown». Die meisten Geschäfte, Gaststätten sowie Kultur- und Sporteinrichtungen mussten um 17 Uhr schließen.

Das Beratergremium der Regierung hatte wegen der Omikron-Variante dringend zu dem strengeren Lockdown geraten. Es müsse Zeit gewonnen werden, um so viele Menschen wie möglich mit einer Booster-Impfung vor einer Covid-19-Erkrankung zu schützen. Die Niederlande sind im Vergleich zu anderen Ländern mit Auffrischungsimpfungen in Verzug.

Die Omikron-Variante verbreitet sich nach Angaben der Experten viel schneller aus als bisher erwartet. In Amsterdam verdoppelt sich die Zahl der Infektionen alle zwei bis drei Tage. Bereits vor Weihnachten werde diese Variante in der Hauptstadt dominant sein, hieß es. Zur Zeit sinkt die Zahl der Neuinfektionen zwar. Doch die Krankenhäuser stehen unter hohem Druck, so dass sie nach Befürchtung der Experten einen weiteren Zustrom von Patienten nicht auffangen könnten.

In den vergangenen sieben Tagen ging die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche um etwa 24 Prozent zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstag bei 617. Zum Vergleich: In Deutschland wurden zuletzt knapp 322 Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen registriert.

Die weiteren Corona-News des Tages


Merz: Lauterbach neigt in gewissen Situationen zu Übertreibungen

17:30 Uhr: Der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz sieht es als eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) an, den Deutschen in der Corona-Pandemie Zuversicht zu vermitteln. "Niemand spricht Karl Lauterbach die Fachkompetenz ab, aber er neigt leider in gewissen Situationen zu sehr starken Übertreibungen", sagte Merz der "Bild" (Artikel hinter Bezahlschranke). "Er wird im Amt jetzt ein vernünftiges Maß finden müssen, und er muss vor allem den Menschen wieder die Zuversicht vermitteln, dass wir irgendwann die Pandemie auch hinter uns haben."

Merz hatte eine Mitgliederbefragung zum CDU-Vorsitz klar für sich entschieden. Offiziell soll ihn ein digitaler Parteitag am 21./22. Januar zum Nachfolger von Armin Laschet wählen. Es gilt als sicher, dass sich die Delegierten an das Votum der Mitglieder halten. Anschließend muss Merz noch per Briefwahl bestätigt werden.

Tausende Teilnehmer an Corona-Demos in deutschen Städten

17:46 Uhr: Gegner und Kritiker von Corona-Maßnahmen sind am Samstag erneut in vielen deutschen Städten auf die Straßen gegangen. Vielerorts formierte sich Gegenprotest. Nach ersten Erkenntnissen blieb es überwiegend friedlich.

In Hamburg zogen der Polizei zufolge mehrere Tausend Menschen in mehreren Blöcken durch die Innenstadt. "Nein zur Impflicht!", hieß es auf selbstgebastelten Plakaten. Rund 8.000 Menschen waren nach Polizeiangaben zu der Demonstration unter dem Motto "Das Maß ist voll. Hände weg von unseren Kindern" erwartet worden. Nach Einschätzung von Beobachtern könnten so viele Demonstranten zusammengekommen sein. Die Polizei gab zunächst keine Zahl an.

Trotz des Verbots einer geplanten Demonstration in Berlin versammelten sich hier Demonstranten am Brandenburger Tor. Die Polizei sprach von einer Menge "im unteren dreistelligen Bereich". Darunter seien jedoch auch zahlreiche Touristen, die nicht für einen Protest vor Ort seien. Angemeldet waren ursprünglich 2.000 Menschen, die vom Brandenburger Tor aus durch das Regierungsviertel ziehen wollten.

In der Schweriner Innenstadt versammelten sich nach Polizeiangaben etwa 1.900 Menschen zu einer Demo, die Veranstalter sprachen von 2.300. Unter den Demonstranten waren nach Angaben einer Polizeisprecherin viele Familien mit Kindern. Auf Plakaten hieß es: "Stopp den Impfwahnsinn" oder "An Kanzler Scholz: Wir sind die rote Linie". Die Parole spielte auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) an, der wiederholt gesagt hatte, für die Eindämmung des Pandemie gebe es "keine rote Linien".

Auch in mehreren Städten im Südwesten gab es Demonstrationen: In Freiburg marschierten nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag rund 2.900 Teilnehmer durch die Innenstadt. 300 Personen versammelten dort sich zu einer Gegendemonstration. Es verlief aber weitgehend friedlich, fast alle Demonstranten hielten sich an die Auflagen, wie ein Sprecher der Polizei bestätigte. Auch in Düsseldorf, Frankfurt und Trier zogen Demonstranten durch die Innenstadt.

London ruft wegen Omikron-Variante Katastrophenfall aus

17:06 Uhr: Die britische Hauptstadt London hat wegen der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus am Samstag den Katastrophenfall ausgerufen. "Der Anstieg der Omikron-Fälle in unserer Hauptstadt ist sehr besorgniserregend", teilte Bürgermeister Sadiq Khan am Samstag mit. "Deshalb rufen wir erneut den Katastrophenfall aus." Khan verwies darauf, dass die Zahl der COVID-Patienten in Londons Krankenhäusern wieder massiv steigt.

Bereits Anfang Januar hatte die Stadt wegen COVID-19 den Katastrophenfall ausgelöst. Damals stand das Gesundheitssystem kurz vor dem Kollaps. Konkret bedeutet das, dass spezielle Notfallpläne in Kraft treten und sich die beteiligten Einheiten enger abstimmen. In ersten Londoner Krankenhäusern soll bereits Personal auf Intensivstationen und Notaufnahmen umgeschichtet werden, wie die Zeitung "Guardian" berichtete (siehe Eintrag 13:03 Uhr, Anm. d. Red.).

Bürgermeister Khan rief alle in London auf, sich möglichst schnell impfen zu lassen. In etlichen britischen Städten wurden wieder Impfzentren geöffnet - auch in Stadien oder auf Weihnachtsmärkten -, wo man sich auch ohne Termin eine Spritze geben lassen kann.

In Großbritannien wurden am Samstag 10.059 neue Omikron-Fälle gemeldet - dreimal so viele wie am Tag zuvor. Insgesamt gibt es damit im Vereinigten Königreich rund 25.000 bestätigte Omikron-Fälle. In London hat die neue Virus-Variante bereits die bislang dominierende Variante Delta verdrängt.

185 Wagen bei Autokorso gegen Corona-Schutzmaßnahmen in Dresden

16:12 Uhr: Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Dresden mit einem Autokorso gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Nach Angaben der Polizei reihten sich 185 Fahrzeuge zu einem rollenden Protest durch die Innenstadt aneinander. An zahlreichen Fahrzeugen hatten die Teilnehmer Transparente und Plakate befestigt. Darauf forderten sie ein Ende der pandemiebedingten Einschränkungen und sprachen sich gegen eine Impfpflicht aus. "Es blieb alles störungsfrei", sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

Proteste gegen die Corona-Maßnahmen - Dresden
Kurz vor dem Start eines Querdenker-Autokorsos, der durch die Innenstadt von Dresden fährt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren, treffen sich Anhänger dieser Gruppierung auf einem Parkplatz.

Omikron-Variante: Gesundheitsminister wollen schärfere Einreiseregeln

15:49 Uhr: Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante fordern die Gesundheitsminister der Länder schärfere Regeln zur Einreise nach Deutschland. Dabei geht es um Maßnahmen bei der Einreise aus Virusvariantengebieten, wie es in einem der dpa vorliegenden Beschluss der Minister vom Samstag heißt.

Zuständig ist die Bundesregierung. "Die Einreise sicherer zu machen, hilft, damit sich die Omikron-Variante nicht so schnell ausbreitet", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der dpa. "Verhindern können wir die Verbreitung nicht, nur verzögern. Je länger es dauert, bis Omikron auch Deutschland im Griff hat, umso besser."

Konkret heißt es im Beschluss, die Bundesregierung werde gebeten, die Coronavirus-Einreiseverordnung zu verändern. So sollen Reisende ab sechs Jahren, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, schon vor der Abreise einen negativen PCR-Testnachweis vorlegen. Ein Antigen-Schnelltest solle hierfür nicht mehr zulässig sein. Die dem Negativtestnachweis zugrundeliegende PCR-Testung dürfe bei Abflug im Ausland nicht länger als 48 Stunden zurückliegen.

Diese Regelung solle auch für Personen gelten, die in der Bundesrepublik in einem Flughafen lediglich umsteigen, heißt es weiter. Die zuständigen Behörden sollten durch angemessene Kontrollen der Einhaltung dieser Regelungen "Nachdruck" verleihen.

Zur Begründung heißt es, um den Eintrag der besorgniserregenden Omikron-Variante in Deutschland möglichst gering zu halten und das bereits jetzt hohe, von der Delta-Variante ausgehende Infektionsgeschehen nicht weiter zu befeuern, seien Verschärfungen bei den Testvorgaben bei der Einreise erforderlich. Bei Flügen von mehr als fünf Stunden Dauer sei entsprechend der Empfehlungen des RKI von einem erhöhten Infektionsrisiko auszugehen - so dass bei Testungen bei der Einreise aus Virusvariantengebieten unterschiedliche Regelungen für Kurz- und Langstreckenflüge getroffen werden könnten.

Außerdem heißt es in dem Beschluss, das Bundesgesundheitsministerium werde darin bestärkt, sich kurzfristig weiterhin für eine Einstufung von Großbritannien als Virusvariantengebiet einzusetzen.

Bisher gelten keine europäischen Länder als Virusvariantengebiete, laut Liste des RKI sind dies derzeit Länder wie Südafrika, Namibia und Simbabwe.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Damit sind künftig bis auf Luxemburg alle Nachbarländer Deutschlands als Hochrisikogebiete eingestuft.

Strengere Regeln gibt es bei der Einstufung eines Landes als Virusvariantengebiet. Fluggesellschaften dürfen dann im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von dort nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann auch nicht durch negative Tests verkürzt werden.

Schärfere Regeln für Reisende aus Virusvariantengebieten

Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante fordern die Gesundheitsminister der Länder schärfere Regeln zur Einreise nach Deutschland - vor allem für Reisende aus Virusvariantengebieten.

Holetschek: Müssen Omikron-Ausbreitung in Deutschland hinauszögern

14:37 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat sich besorgt wegen der Omikron-Variante des Coronavirus gezeigt. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz erklärte am Samstag in München nach einer Sonder-Videoschalte der Länderressortchefs: "Wir müssen die Ausbreitung von Omikron so lange wie möglich verhindern und maximal verlangsamen, damit sich noch mehr Menschen impfen lassen können."

Dass Omikron sehr ansteckend sei, sei mittlerweile wissenschaftlicher Konsens. Das Einschleppen der Variante aus den von der Bundesregierung als Virusvariantengebiet eingestuften Ländern müsse bestmöglich verhindert werden. "Von zentraler Bedeutung ist es, die Bedingungen der Einreise aus Virusvariantengebieten nochmals deutlich zu verschärfen", so der CSU-Politiker.

Daher hätten die Länderminister den Bund gebeten, die Coronavirus-Einreiseverordnung anzupassen.

Türkei will 15 Millionen Dosen ihres Corona-Impfstoffes Afrika geben

14:25 Uhr: Die Türkei plant, 15 Millionen Dosen ihres selbst entwickelten Corona-Impfstoffs "Turkovac" an Afrika zu spenden. Es sei eine Schande für die Menschheit, dass lediglich sechs Prozent der afrikanischen Bevölkerung einen COVID-19-Impfstoff erhalten hätten, sagte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag auf einem Türkei-Afrika-Gipfel in Istanbul vor führenden Politikern des Kontinents.

Die Türkei hat eine Notfallzulassung für "Turkovac" beantragt. Sobald die Genehmigung erteilt sei, würden die Dosen an Afrika verteilt, sagte Erdogan.

Zum Vergleich: Deutschland will in diesem Jahr mehr als 100 Millionen Dosen weltweit spenden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte diese Woche, dass die Zahl der Infektionen, insbesondere in Südafrika, schneller als je zuvor steige. Die Türkei werde sich dafür einsetzen, die "globale Ungerechtigkeit" in Bezug auf die Impfstoffverteilung und die "ungerechte Behandlung" Afrikas während der Pandemie zu überwinden, sagte Erdogan ferner.

Omikron-Variante: Gesundheitsminister für schärfere Einreiseregeln

13:49 Uhr: Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante fordern die Gesundheitsminister der Länder schärfere Regeln zur Einreise nach Deutschland. Dabei geht es um Maßnahmen bei der Einreise aus Virusvariantengebieten, wie es in einem der dpa vorliegenden Beschluss der Gesundheitsminister von Samstag heißt.

Zuständig ist letztlich die Bundesregierung. "Die Einreise sicherer zu machen, hilft, damit sich die Omikron-Variante nicht so schnell ausbreitet", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. "Verhindern können wir die Verbreitung nicht, nur verzögern. Je länger es dauert, bis Omikron auch Deutschland im Griff hat, umso besser."

Konkret sollen Reisende ab sechs Jahren, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, schon vor der Abreise einen negativen PCR-Testnachweis vorlegen - ein Antigen-Schnelltest solle nicht mehr zulässig sein.

Drosten warnt erneut vor Omikron und blickt nach England: "So geht es los"

13:01 Uhr: Die Virusvariante Omikron hat nicht nur Auswirkungen auf die Infektionszahlen – sondern auch auf die Arbeitswelt. Diese Erfahrung muss momentan eine Krankenhausgesellschaft in Großbritannien machen, die mit Hunderten von krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen hat. Das berichtete der "Guardian" am Freitag.

Ein Umstand, der Christian Drosten Sorgen bereitet. "So geht es los", twitterte der Charité-Virologe am Freitagabend und teilte den Online-Beitrag der britischen Tageszeitung.

Demnach betreibt die "Guy’s and St Thomas’ Trust" (GSTT) mehrere Krankenhäuser in London. Da zahlreiche Mitarbeitende infolge der Omikron-Welle nun selbst erkrankt sind und ausfallen, muss sie ihr Personal umschichten, damit dieses auf den Intensivstationen unterstützen kann. Dafür werden allerdings andere, nicht notwendige Dienstleistungen gestrichen.

In einer Mitteilung, die von der GSTT an das Notaufnahme-Personal geschickt wurde, heißt es: "Omikron hat jetzt einen erheblichen Einfluss auf unsere Arbeit. Das macht sich nicht nur durch die Zunahme der Patienten bemerkbar, (…) sondern auch durch die Krankheitsausfälle unseres Personals."

Ein Zustand, der sich offenbar ausweiten könnte. In seinem Tweet prognostiziert Drosten: "Omikron wird zu massiven krankheitsbedingten Arbeitsausfällen führen. Auch in essentiellen Berufsgruppen."

Laut GSTT-Mitteilung ist die Zahl der im Krankenhaus behandelten COVID-Patienten innerhalb der letzten Woche um ein Drittel angestiegen. Omikron sei mittlerweile vorherrschend, 60 Prozent der Infektionen seien auf diese Variante zurückzuführen. "Schon wieder ist London im Auge dieses Sturms", verdeutlicht die GSTT den Ernst der Lage.

Corona-Inzidenz in Rheinland-Pfalz auf niedrigstem Stand seit einem Monat

12:58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist auf den niedrigsten Stand seit einem Monat zurückgegangen. Das Landesuntersuchungsamt ermittelte am Samstag 207,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Freitag waren es 219,5. Die Gesundheitsämter erfassten 500 neue Ansteckungen an einem Tag (Stand 11.10 Uhr). Derzeit sind demnach nachweislich 35 979 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert.

Die Hospitalisierungsinzidenz sank von 4,47 auf 4,01 Krankenhaus-Neuaufnahmen von COVID-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 2 auf 4.486.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gab es am Samstag im Kreis Germersheim mit 451,9. Danach folgten der Kreis Kaiserslautern (377,2) sowie die Städte Speyer (364,6) und Zweibrücken (358,8). Am niedrigsten war die Inzidenz mit 118,7 im Kreis Mainz-Bingen.

Paris sagt wegen Corona-Pandemie Silvester-Feuerwerk ab

12:34 Uhr: Paris hat das zu Silvester geplante Feuerwerk und Konzert auf den Champs-Élysées wegen der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen abgesagt. Mit der am Samstag auf Twitter mitgeteilten Absage folgt die französische Metropole den von der Regierung geforderten Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Der französische Premierminister Jean Castex hatte am Freitagabend die Präfekten und Gemeinden des Landes dazu aufgerufen, Feuerwerke, Konzerte und Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen am 31. Dezember zu verbieten.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Frankreich in den vergangenen Wochen immer weiter nach oben geschnellt. Zuletzt steckten sich landesweit innerhalb einer Woche etwa 515 Menschen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner an. In manchen Gegenden liegt der Wert noch deutlich höher.

Niederlande droht neuer Lockdown noch vor Weihnachten

12:23 Uhr: Die Niederlande stehen möglicherweise vor einem neuen harten Corona-Lockdown noch vor Weihnachten. Ministerpräsident Mark Rutte will an diesem Samstagabend (19 Uhr) neue Verschärfungen ankündigen, teilte die Regierung in Den Haag mit. Das Beratergremium der Regierung hatte wegen der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Virus zu einem strengen Lockdown geraten. Eine Entscheidung darüber soll nach einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts am Nachmittag fallen.

Die Experten hatten empfohlen, dass fast alle Geschäfte mit Ausnahme der Supermärkte und Apotheken schließen. Auch Gaststätten, Sport, Kultur, Kinos und Schulen würden geschlossen. Zurzeit gilt ein Abendlockdown - das heißt, dass alles mit Ausnahme von Supermärkten um 17 Uhr schließen muss.

Aus Zahlen aus Amsterdam wird deutlich, dass sich die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante alle zwei bis drei Tage verdoppelt. Bereits vor Weihnachten werde diese Variante in der Hauptstadt dominant sein, erwarten die Experten. Vor allem die Krankenhäuser stehen aber noch unter einem so hohen Druck, dass sie nach Befürchtung der Experten einen weiteren Zustrom von Patienten nicht auffangen könnten.

Todesfälle in Pflegeheim - Ermittlungen gegen eine Beschäftigte

11:21 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch mit drei Todesfällen in einem Pflegeheim im niedersächsischen Hildesheim ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine frühere Mitarbeiterin der Einrichtung. Es bestehe der Verdacht, dass die 44-Jährige mit einem gefälschten Impfpass im Heim gearbeitet habe, während sie Corona hatte, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag. Den ganzen Artikel finden Sie nachfolgend:

Krankenhaus-Mitarbeiter: Verdacht auf Impfpass-Fälschung

11:07 Uhr: Zwei Mitarbeiter des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) in Neumünster stehen im Verdacht der Impfpass-Fälschung. Im jüngeren Fall sei der Betroffene freigestellt und die Polizei eingeschaltet worden, teilte Klinik-Geschäftsführerin Kerstin Ganskopf mit.

Einen ähnlichen Fall habe es schon vor einigen Wochen gegeben. Dieser Mitarbeiter habe sich nach einem Gespräch selbst angezeigt und ihm sei inzwischen fristlos gekündigt worden. Unter Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten und auf das laufende Verfahren im aktuellen Fall wollte Ganskopf keine weiteren Angaben machen. Zuvor hatten regionale Medien berichtet.

1,1 Millionen Corona-Impfungen am Freitag - 921.000 Auffrischungen

11:02 Uhr: Am Freitag sind erneut mehr als eine Million Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das geht aus den am Samstag veröffentlichten Zahlen auf dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden am Freitag etwa 1,1 Millionen Dosen gespritzt, der Großteil - rund 921.000 davon - waren Auffrischungsimpfungen. In den vergangenen sieben Tagen wurden damit den Angaben zufolge im Schnitt täglich 1,0 Millionen Impfdosen verabreicht.

Insgesamt haben nach der Statistik nun 70,2 Prozent aller Menschen in Deutschland den vollständigem Grundschutz gegen das Virus. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge mindestens 58,4 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Booster-Spritze zur Auffrischung haben nunmehr mindestens 25,2 Millionen Menschen oder 30,3 Prozent der Bevölkerung bekommen.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 85,9 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. In dem Bundesland sind mittlerweile 82,0 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht: Die Quote bei den Erstimpfungen liegt hier bei 62,4 Prozent, vollständig geimpft sind laut RKI 59,5 Prozent.

Zahlen sinken erneut - Experten haben aber eine Befürchtung

09:37 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 321,8 an.

Am Vortag hatte der Wert bei 331,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 402,9 (Vormonat: 336,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 42.813 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 53.697 Ansteckungen. Die Zahl gemeldeter Infektionen geht seit knapp drei Wochen zurück. Experten befürchten wegen der ansteckenderen Omikron-Variante aber eine baldige Trendumkehr.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 414 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 510 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.764.188 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,10 (Donnerstag: 5,17) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstagmorgen mit 5.724.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 108.053.

Corona-Lage am 18. Dezember: Inzidenz sinkt weiter

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Freitagmorgen mit 321,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 331,8 gelegen.

Regierungschef: Radikalisierung von Impfgegnern inakzeptabel

09:24 Uhr: Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sieht sich und seine Familie von radikalen Impfgegnern und Corona-Leugnern bedroht. "Dass vor allem in den sozialen Netzwerken, und nicht nur auf der Straße, der Ton rauer wird, das bekomme ich auch zu spüren", sagte Hans der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Saarbrücken. Bedrohungen seien für ihn nicht neu: "Aber dass es bis hin zu übelsten Äußerungen auch mit Blick auf die Familie geht, das ist schon eine neue Qualität", sagte Hans.

Nachdem das russische Staatsfernsehen "RT Deutsch" eine Aussage von Hans zur 2G-Regel (Zutritt für Geimpfte und Genesene) in einer ZDF-Talkshow "isoliert in seinen Netzwerken geteilt" habe, habe es "einen ganz massiven Anstieg von Bedrohung, die auch meine Familie mit beinhaltet", gegeben. "So etwas ist nicht hinnehmbar", sagte er. Es habe "Eruptionswellen" gegeben, "die bis zur Radikalisierung und Gewaltandrohung reichen". Dies sei "einfach nicht mehr tolerabel". Der Staatsschutz werde die Vorgänge prüfen.

Mit Blick auf eine insgesamt zunehmende Radikalisierung sagte er: "Wir müssen ohne Frage sehr wachsam sein, was diese Entwicklung anbelangt." Eine "kleine, aber laute Minderheit" radikalisiert sich zunehmend. "Es ist nicht zu akzeptieren, wenn beispielsweise Politiker zu Hause in ihren Wohnungen mit Fackelmärschen aufgesucht, beschimpft und Drohbriefe gesendet werden." Versammlungen, bei denen gegen geltendes Recht verstoßen werde, müssten aufgelöst werden.

"Da, wo teilweise militant mit Gewalt vorgegangen wird, muss das nachverfolgt werden. Das können wir, das kann unser Rechtsstaat nicht akzeptieren." Friedlicher Protest gegen die Corona-Regeln sei legitim und ein Grundpfeiler unserer Demokratie, gewalttätiger Protest nicht.

Die Diskussion um die allgemeine Impflicht könne "nochmals zu einem Schub von Radikalisierung führen", sagte Hans. "Das muss einem klar sein." Mit der Impfpflicht als "letztem Mittel" könne aber der Druck auf Ungeimpfte nochmals erhöht werden. Und klar sei auch dann: "Einen Impfzwang wird es nicht geben."

Hans sagte, innerhalb der Gruppe der Ungeimpften seien die radikalen Kräfte eine kleine Minderheit. Wer Angst oder Sorge vor einer Impfung habe, dem könne möglicherweise mit Aufklärung geholfen werden. Von einer Spaltung durch die Mitte der Gesellschaft könne angesichts der Zahlenverhältnisse keine Rede sein. Gegenüber jenen, "die sich radikalisieren und bereit sind, mit militanten Methoden vorzugehen", sei "eine klare Kante" nötig.

Als "unhaltbaren Zustand" bezeichnete Hans die Tatsache, dass die Sicherheitsbehörden bisher keinen Zugang zum Kurznachrichtendienst Telegram haben, der auch für die Planung von Gewalttaten genutzt werde. "Da, wo Straftaten passieren, müssen Ermittler Zugang haben zu diesen Dingen", sagte Hans. Es spiele dabei keine Rolle, ob dies "im öffentlichen Raum oder in verborgenen Räumen im Internet geschieht". Man müsse auch in Zusammenarbeit mit anderen Ländern Möglichkeiten prüfen, um zu verhindern, dass über Telegram Straftaten geplant würden.

62 Mitarbeiter wegen Impfverweigerung freigestellt

09:13 Uhr: Benevit-Geschäftsführer Kaspar Pfister hat in seinen Pflegeheimen 62 Mitarbeiter freigestellt, weil sie sich nicht gegen Corona impfen lassen wollten. Nach Corona-Ausbrüchen in den Pflegeheimen hatte Pfister im November diese Maßnahme ab Dezember angekündigt. Er wolle so die Bewohner in den Pflegeheimen der Einrichtung vor Corona schützen.

Laut Pfister hatten sich 241 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach seiner Ankündigung entschieden, sich impfen zu lassen; 11 Mitarbeiter brachten ein ärztliches Attest vor, 8 legten einen Antikörper-Nachweis vor. "Bei 13 Mitarbeitern wird das Arbeitsverhältnis durch Kündigung beziehungsweise Aufhebungsvertrag beendet", sagte Pfister. Gleichzeitig seien aber 68 Mitarbeiter neu eingestellt worden oder aus Mutterschutz oder Elternzeit zurückgekehrt. Benevit hat nach eigenen Angaben rund 2000 Beschäftigte.

Aktuell haben laut Pfister rund 96 Prozent der Mitarbeiter einen Immunitätsstatus, seien also entweder geimpft, genesen, hätten Antikörper oder ein ärztliches Attest. "Da sich nun täglich weitere Mitarbeiter zu einer Impfung entschließen, hoffe ich, im Januar auch auf 98 Prozent zu kommen." Seit Beginn der Pandemie seien in den Benevit-Einrichtungen 42 Bewohner, Klienten und eine Mitarbeiterin an oder mit Corona gestorben.

Anfang des Jahres hatte Pfister noch "mit Zuckerbrot" versucht, die Bereitschaft für die Corona-Impfungen unter den Mitarbeitern zu erhöhen. Neben einer Flasche Eierlikör sollten auch 1000 Euro Bonus an eine Einrichtung oder ein Pflegedienstteam fließen. Voraussetzung war, dass sich mindestens 60 Prozent der Beschäftigen dort impfen lassen. Grund der Aktion war die geringe Impfbereitschaft in der Belegschaft der 26 Einrichtungen der Benevit-Gruppe. "Die ursprüngliche Quote von 30 Prozent, die eine Impfbereitschaft signalisiert haben, verändert sich nicht", sagte Pfister damals.

Auf den Eierlikör sei er gekommen, weil die Bewohner nach jedem Corona-Abstrich auf Wunsch ein Gläschen davon erhielten. Da habe es einige Mitarbeiter gegeben, die das auch gerne wollten. Mit diesen Worten beendete Pfister seinen Appell: "Es kommt jetzt auf jeden Einzelnen an, damit wir dieses verdammte Virus besiegen."

US-Experten raten von Impfung mit Johnson & Johnson ab

Experten der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC haben davon abgeraten, den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson zu verwenden. Der Impfstoff sei nur dann zu empfehlen, wenn es keine Alternativen für eine Impfung gebe. (Bildnachweis: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm)

Jeder Dritte will Treffen mit Ungeimpften über Feiertage vermeiden

06:05 Uhr: Etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland geht Ungeimpften über die Feiertage lieber aus dem Weg. Das geht aus einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa hervor.

Die Fragestellung lautete: "Über die Feiertage kommen viele Menschen mit Freunden und Verwandten zusammen. Spielt es dabei für Sie eine Rolle, ob die anderen gegen das Coronavirus geimpft sind?" Darauf gaben 35 Prozent der mehr als 2000 Befragten an, Treffen mit Ungeimpften vermeiden zu wollen. Ein knappes Viertel wollte bei solchen Zusammenkünften weitere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: 15 Prozent sagten, sie wollten besonders auf Abstands- und Hygieneregeln achten, weitere 9 Prozent wollten um einen Corona-Schnelltest bitten.

Für 9 Prozent der Befragten spielt die mangelnde Impfung zwar eine Rolle, sie wollen diese aber in Kauf nehmen. Für immerhin 29 Prozent war die fehlende Immunisierung hingegen unerheblich.

Ministerpräsident Weil: Omikron wird Ungeimpfte hart treffen

06:00 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich besorgt gezeigt über die drohende Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Der SPD-Politiker rief erneut dazu auf, sich impfen zu lassen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. "Der beste Schutz vor der nächsten Welle ist eine hohe Impfquote. Omikron wird vor allem die Ungeimpften hart treffen", sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir im Januar eine harte Infektionswelle haben werden. Das Problem ist, dass sich diese fünfte Welle auf die vierte Welle obendrauf setzt", erklärte Weil. "Allein durch die schiere Zahl der zu befürchtenden Ansteckungen ist eine steigende Belastung des Gesundheitssystems fast unvermeidlich. Deswegen sind die Maßnahmen, die wir jetzt treffen, auch vorbeugender Brandschutz vor Omikron."

Niedersachsens Landesregierung hat für die Zeit von Heiligabend bis zum 2. Januar eine sogenannte Weihnachtsruhe angekündigt. Landesweit gilt dann die Warnstufe 3 mit erneut verschärften Corona-Regeln. Unter anderem werden Tanzveranstaltungen untersagt, Testvorgaben verschärft und die Zahl der zulässigen Kontakte reduziert. Die bereits geltende 2G-Regel im Einzelhandel hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg dagegen gekippt. Für die Geschäfte sollen daher kommende Woche neue Regeln verkündet werden.

SPD-Generalsekretär Kühnert lehnt Impfregister ab

00:12 Uhr: SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert lehnt eine Erfassung von Impfdaten ab. "Auch wenn es auf die Daten der Corona-Impfung beschränkt ist, sehe ich die grundlegende Gefahr, dass mit einem solchem Schritt die Tür für den Zugriff auf weitere Daten geöffnet ist", sagte Kühnert den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstag). "Auch sehe ich nicht, wie die vollkommen überlasteten Gesundheitsämter das auch noch administrieren sollen."

Mit Blick auf eine allgemeine Impfpflicht sagte er: "Ich sehe es noch nicht als sicher an, dass die Impfpflicht am Ende tatsächlich kommt." Es seien noch ganz viele schwierige juristische Fragen zu klären.

Beschlossen ist, dass Beschäftigte in Einrichtungen mit besonders schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken bis Mitte März 2022 nachweisen müssen, dass sie gegen Corona geimpft oder davon genesen sind. Über eine darüber hinaus gehende allgemeine Impfpflicht soll der Bundestag in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin noch entscheiden.

Auch aus Sicht des designierten CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz müssen noch eine Reihe von Fragen geklärt werden. "Unter anderem die, wie denn eine solche Impfpflicht in Deutschland durchgesetzt wird", sagte Merz am Freitagabend im ZDF-"heute journal". "Wir haben bisher kein nationales Impfregister, wir wissen nicht, wer geimpft ist und wer nicht geimpft ist. Und die Frage des Vollzuges eines solchen Gesetzes ist aus meiner Sicht mindestens genau so wichtig wie die Diskussion über die Pflicht als solches."

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.