Die kleine Sensation ist perfekt: Red Bull Salzburg verliert ein Bundesliga-Spiel und in Wolfsberg knallen die Korken. Rapid Wien und Altach liefern sich ein spannendes Rennen um den Vizemeister-Titel – zumindest hier ist noch ein bisschen Spannung in der Bude. Für die Wiener Austria geht die Frust-Saison weiter. Unsere Erkenntnisse zur 26. Runde der Bundesliga.

1. Die Sensation ist eingetreten!

Viele hatten wahrscheinlich schon gar nicht mehr daran geglaubt: Red Bull Salzburg hat tatsächlich ein Bundesliga-Spiel verloren. Zuhause unterlag das Team von Coach Adi Hütter in einer dramatischen Partie mit 2:3 gegen Wolfsberg. Ist also doch noch Spannung im Meisterschaftsrennen geboten? Wohl kaum: Denn nach der Niederlage haben die Bullen noch immer sechs Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Für die Bullen war es zwar die siebte Saisonniederlage – aber die erste seit Wochen. So viel Konstanz, so die einhellige Meinung der Experten, wird am Ende für die Schale reichen. Aber wenn's punktetechnisch noch ein bisschen knapper wird – umso schöner für die Ausgewogenheit der Liga.

2. Altach spielt international!

Danach sieht es zumindest ganz schwer aus. Denn der von manchen erwartete Leistungseinbruch lässt beim Aufsteiger weiter auf sich warten – das zeigt der 1:0-Auswärtserfolg beim SV Grödig. Womöglich sind die Vorarlberger ja sogar in der Lage, bis zum Ende der Saison vorne dabei zu bleiben? Dann würde der kleine Ort im kommenden Jahr Fußball-Gäste aus ganz Europa begrüßen können. Der Vorsprung auf die nicht-internationalen Plätze beträgt sechs Punkte. Altach international? Eine unglaubliche – aber auch schöne – Geschichte, die Woche für Woche wahrscheinlicher wird.

3. Austrias Frust-Saison geht weiter

Die Saison der Wiener Austria wird immer mehr ein Jahr zum Vergessen. Schon wieder zogen die Hauptstädter in einem Heimspiel den Kürzeren – 0:1 hieß es am Ende gegen den SV Ried. In der Tabelle ist die Austria damit endgültig im Niemandsland angekommen. Nach oben geht nichts mehr und nach unten hoffentlich auch nicht. Frust pur bei den Violetten.

4. Rapid dreht richtig auf

Im Vergleich zum Stadtrivalen hat der SK Rapid aktuell einen richtigen Lauf. Im Auswärtsspiel beim SC Wiener Neustadt siegte das Team der Stunde etwas glücklich mit 1:0 und bleibt damit Red-Bull-Verfolger Nummer eins. Nach dem Stotterstart ist Rapid endlich in der Spur – die Quali für das europäische Geschäft scheint so gut wie sicher.

Im Gegensatz dazu spitzt sich der Abstiegskampf zu einem Duell zwischen Wiener Neustadt und der Admira aus Mödling zu. Beide Teams unterlagen an diesem Wochenende – Mödling mit 1:3 gegen Sturm Graz – und haben jetzt 22 respektive 23 Punkte. Jetzt ist es Zeit für den Endspurt.