• Borussia Dortmunds Hoffnungen ruhen auf einem gut verstärkten Kader und dem neuen Trainer Edin Terzic.
  • BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erkennt in Terzic die ideale Lösung auf dem Trainerposten.
  • Und er hofft schon bald wieder auf den Gewinn der deutschen Meisterschaft.

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Am Montag beginnt bei Borussia Dortmund eine neue Zeitrechnung. Mal wieder, wäre man fast geneigt zu sagen, nach sieben Trainern in den letzten sieben Jahren. Edin Terzic beginnt seine zweite, seine erste "richtige" Mission als Cheftrainer der Borussia, an deren Ende irgendwann der Gewinn der deutschen Meisterschaft stehen soll. Wenn alles optimal läuft.

So hat es Hans-Joachim Watzke neulich jedenfalls schon einmal gesagt, und am Sonntag hat es der BVB-Boss in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" noch einmal fast wortgleich wiederholt. "Was ich versprechen kann, ist, dass einige Klubs alles für ein spannendes Titelrennen tun werden. Dazu gehört Borussia Dortmund, dazu gehören auch Leipzig oder Leverkusen", hofft Watzke auf ein baldiges Ende der Münchener Dominanz in der Bundesliga.

Allerdings: "Die Bayern müssten diesen Klubs aber auch Schwächephasen anbieten, damit angesichts der gewaltigen Finanzkraft der Bayern, die einhergeht mit einem außergewöhnlich starken Kader, überhaupt etwas möglich ist. Trotzdem wird es irgendwann passieren, dass auch mal jemand anderes Meister wird. Da bin ich mir sicher."

Dortmunds Hoffnung auf die Meisterschaft

Die Meisterschaft soll es nach zehn Titel der Bayern in Folge schon wieder sein für den BVB - vielleicht nicht gleich in der anstehenden Saison, aber dann doch in naher Zukunft. "Ich habe ja nicht gesagt, dass die Bayern schon im elften Jahr bröckeln werden. Ich habe nur gesagt, dass es innerhalb der nächsten Jahre irgendwann passieren wird", so Watzke weiter.

Deshalb auch die sehr anständige Transfer-Offensive, die vielen Umbauten im Kader und drumherum. Der BVB musste einige Dinge verändern, um endlich wieder herauszufinden aus dem immer gleichen Trott, an dessen Ende Platz zwei oder drei in der Liga herausspringt und mit etwas Glück alle paar Jahre ein Titel im DFB-Pokal.

Die externen Zukäufe können sich jedenfalls sehen lassen und die Hoffnung scheint groß, damit auch den schmerzhaften Abgang von Erling Haaland kompensieren zu können. Auch wenn Watzke nicht schon im Vorfeld zu viel Druck aufbauen will für die Neuen.

"Wir versuchen natürlich, erfolgreich zu sein. Aber Karim Adeyemi steht als Nationalspieler doch noch ganz am Anfang seiner Karriere, er hat zuletzt in der Nations League nur wenige Minuten gespielt. Auch Nico Schlotterbeck steht noch am Anfang, lediglich Niklas Süle ist schon ein arrivierter Nationalspieler. Und Sebastien Haller hat noch nicht den Stellenwert eines Sadio Mané. Wir haben uns gut und durchdacht verstärkt, aber am Ende muss sich die Mannschaft in der Realität beweisen."

Terzic großer Vorteil - und ein Nachteil

Was in gleichem Maße auch für den neuen, alten Trainer gilt. Edin Terzic hatte in seiner ersten Phase als Cheftrainer den großen Vorteil, dass er als Interimslösung einer bis dahin völlig verkorksten Saison nichts zu verlieren hatte. Nun sind die Vorzeichen ein wenig anders: Die Erwartungshaltung ist nach Terzic‘ letzten Eindrücken - mit dem Erreichen der Champions League und dem Triumph im DFB-Pokal damals - bei allen BVB-Fans noch frisch, die Hoffnung auf eine emotionale Kehrtwende nach den doch eher bleiernen Monaten unter Vorgänger Marco Rose groß.

Auch deshalb versucht Terzic‘ Vorgesetzter offenbar ganz bewusst, die Euphorie um den Neustart seines Klubs und seinen Trainer zu kanalisieren und den Ball sprichwörtlich flach zu halten. "Marco Rose ist ein toller Typ und ein sehr guter Trainer", lobte Watze zunächst nochmal seinen letzten Trainer. "Es hat am Ende beidseitig nicht mehr komplett gepasst, deshalb haben wir uns getrennt."

Mit Terzic kommt nun wieder einer aus dem inneren Zirkel des Klubs zum Zug, was in Dortmund ganz offenbar einen noch viel größeren Stellenwert zu haben scheint als bei anderen Klubs. "Edin hat gegenüber Marco und jedem anderen Trainer den großen Vorteil, dass er den Verein wie seine Westentasche kennt. Und er hat den Vorteil, dass er sich als Teil des Vereins sieht, was ein Trainer in der Regel sonst nicht macht, weil er von außen kommt", erklärte Watzke. Und auch in dieser Ansicht schwingt neben einem wahren Kern auch jede Menge Hoffnung mit.

Verwendete Quellen:

  • Bild: BVB-Boss Watzke: "… deshalb muss Hoeneß ja nicht gleich nervös werden"
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