• Der BVB komplettiert sein Trainerteam, neben Sebastian Geppert kommt auch Peter Hermann nach Dortmund.
  • Der "ewige Co-Trainer" ist nicht nur ein ganz besonderer Charakter, sondern mittlerweile eine echte Ikone der Bundesliga.

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Eine Überraschung war es nicht mehr, als Borussia Dortmund am Dienstag verkündete: Sebastian Geppert und Peter Hermann werden das Trainerteam um den neuen Chefcoach Edin Terzic komplettieren. Geppert war bereits in der vorletzten Saison ein Mitstreiter von Terzic, seine Berufung offenbar nur eine Formsache.

Das Interesse des BVB und seines neuen Trainers an Hermann wiederum wurde in den letzten Wochen publik und letztlich war der Vollzug wohl nur eine Frage der Zeit. Der BVB hat damit nun ein Trainerteam ohne den sonst fast schon obligatorischen Ex-Profi in seinen Reihen. Dafür hat sich der Klub aber den wohl renommiertesten Co-Trainer der letzten beiden Dekaden geschnappt.

BVB-Co-Trainer Peter Hermann bringt über 1.000 Pflichtspiele Erfahrung mit

Vor ein paar Wochen hat der mittlerweile 70-Jährige einem anderen Traditionsklub bei dessen Mission geholfen. Als Ende März auf Schalke der Bundesliga-Aufstieg in weite Ferne gerückt schien und die Verantwortlichen reagieren mussten, holte man nicht nur Schalke-Ikone Mike Büskens auf die Kommandobrücke, sondern auch Hermann für ein paar Monate vom DFB.

Dort war Hermann eigentlich für die U20-Nationalmannschaft zuständig, allerdings auch bestens vertraut mit kurzzeitigen Ausflügen zurück in den Vereinsfußball. Schon ein Jahr zuvor hatte er seine Tätigkeit bei der deutschen U19 ruhen lassen, um mal wieder - zum dritten Mal - bei seinem Heimatklub Bayer Leverkusen auszuhelfen. Als Co-Trainer natürlich, an der Seite von Hannes Wolf.

In Leverkusen hat Hermann mehr als die Hälfte seiner über 30 Jahre als Trainer verbracht, nach seiner Zeit als Spieler war er Cheftrainer, Co-Trainer, Interimstrainer, Scout. Dazwischen war er in Nürnberg, Hamburg, Düsseldorf, bei den Bayern und auf Schalke. Und nun eben Dortmund. Deutlich über 1.000 Pflichtspiele sind bis heute zusammengekommen, die meisten davon als Co-Trainer.

Terzic und Hermann: Erinnerungen an Sammer und Lattek

Wenn einer von Schalke die paar Kilometer rüber nach Dortmund wechselt, kann das durchaus auch mit ein paar Irritationen verbunden sein. Bei Peter Hermann ist davon allerdings nicht auszugehen. Ihm haftet in Dortmund nichts Anrüchiges an, obwohl er schon zweimal für die Blauen gearbeitet hat und auch für den FC Bayern. An der Seite von Jupp Heynckes, mit dem er der Borussia 2013 den Titel in der Champions League wegschnappte.

Hermann ist eine der wenigen Figuren der Bundesliga, über die alle nur positiv reden - selbst seine Gegner. Ganze Heerscharen an Vorgesetzten hat Hermann erlebt und alle sprechen vom besten Co-Trainer, den man sich nur wünschen kann. Hermann paart Expertise mit Erfahrung und Empathie mit Energie. Nie laut, aber immer eindringlich. Sein Draht zu den Spielern soll legendär gut sein, obwohl einige von ihnen problemlos seine Enkel sein könnten. Und der BVB setzt nun darauf, dass Hermanns Routine den sehr jungen und vergleichsweise unerfahrenen Mitstreitern Terzic und Geppert Halt gibt.

Ein wenig erinnert die Konstellation an eine andere erfolgreiche Verbindung beim BVB. Im Frühjahr 2000 installierte die Führung aus purer Verzweiflung Altmeister Udo Lattek und den damals 32-jährigen Matthias Sammer als Duo im Abstiegskampf. Lattek und Sammer hielten die Klasse. Zwei Jahre später wurde der BVB mit Sammer auf der Bank Deutscher Meister.

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