Der deutsche Viertligist Rot-Weiß Oberhausen hat mit einem spektakulären Wechsel-Hammer für Wirbel auf dem internationalen Transfermarkt gesorgt - und vor allem für reichlich viel Schmunzeln. RWO hatte verkündet, dass man mit Superstar Zlatan Ibrahimovic kurz vor einer Einigung über einen Zweijahresvertrag stehe. Eine bittere Nachricht für Lionel Messi. Wir haben da mal nachgehakt.

Eine Glosse
von Michael Wollny

Der Vertrag des schwedischen Weltklassestürmers läuft bei Paris Saint-Germain im Sommer aus. Zlatan Ibrahimovic hatte schon vor Wochen erklärt, dass er sich eine neue Herausforderung suchen wolle.

RWO lockt Ibrahimovic mit Ikea und Bier

Deutschlands Viertligist Rot-Weiß Oberhausen witterte eine einmalige Chance und unterbreitete Ibrahimovic ein Angebot, das der 34-Jährige überhaupt nicht ausschlagen kann. Neben einem angemessenen Gehalt lockt RWO Zlatan Ibrahimovic mit zusätzlicher Ego-Pflege.

Unter anderem würde die Stadt Oberhausen "die Monarchie einführen und ihn zum König ernennen", erklärte der Verein. Entsprechend plane auch KönigPilsener eine Umbenennung in IbrahimovicPilsener.

Damit noch nicht genug. Die neue Tribüne am Niederrheinstadion wird komplett von Ikea zusammengebastelt, verrät RWO weitere Vertragsinhalte. Laut Anleitung, die unserer Redaktion vorliegt, benötigt man dafür ganz klassisch nur einen, der hält und einen, der schraubt.

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Trink- und handfeste Argumente, denen sich ein Zlatan Ibrahimovic zweifellos nicht verweigern können wird. Geld sei für den 34 Jahre alten Schweden jedenfalls kein Entscheidungskriterium, erklärt Christian Straßburger, RWO-Pressechef, im Gespräch mit unserer Redaktion: "Über Zahlen sprechen wir natürlich auch in der Regionalliga nicht. Das Geld ist auch nicht der Antrieb, es sind die beschriebenen Vergünstigungen und Bonbons!"

Hatte sich Ibrahimovic nur verhört?

Dabei hatten böse Zungen zwischen schwarzgelben Zähnen behauptet, Ibrahimovic habe RWO nur aus Versehen zugesagt. Der Torjäger habe "Ruhrpott" gehört und "BVB" verstanden. "Das können wir nur dementieren!", meint Straßburger auf Nachfrage und betont: "Er verfolgt RWO seit langem und weiß, dass im Ruhrpott Rot-Weiß DIE Farbe ist!"

Der spektakuläre Ibrahimovic-Deal dürfte auch beim FC Barcelona für reichlich Ungemach sorgen. Gerüchten aus Spanien zufolge, werde sich Superstar Lionel Messi noch in dieser Woche von seinem Berater trennen - eine Reaktion auf die geplatzten Verhandlungen mit Rot-Weiß Oberhausen.

RWO-Pressesprecher Straßburger verrät im Interview mit unserer Redaktion, warum man der Initiativbewerbung aus Barcelona keine Beachtung schenken wollte: "Der Deal ist geplatzt, weil wir nicht den zweitbesten, sondern mit Ibra den besten Spieler der Welt haben wollen."

Hat hingehauen. Klar ist nun aber auch, dass sich der Klub die Chance verbaut hat, Pep Guardiola nach einem Seuchenjahr in Manchester als Trainer in den Pott zu holen, solange Ibrahimovic für RWO die Töppen schnürt. Denn: Pep und Ibra - das geht gar nicht!

"Ibra" zu RWO? Tür zu für Pep Guardiola!

Für Rot-Weiß Oberhausen aber kein Problem. "Wir haben einen super, super, super Trainer!", meint Straßburger. Andreas Zimmermann habe zudem "noch zwei Jahre Vertrag und wir sind glücklich, dass er da ist", betont der Pressechef und übersetzt umgehend in fließendem Guardiolisch: "Er oder nix!"

Mit der anstehenden Verpflichtung von Zlatan Ibrahimovic hat RWO natürlich auch seine sportlichen Ziele mit dem herumliegenden Ikea-Inbus massiv in die Höhe geschraubt: "Mit Ibrahimovic vorne drin wollen wir natürlich oben angreifen und den Niederrheinpokal holen", meint Straßburger.

Ibrahimovic könne für Rot-Weiß Oberhausen sicherlich "noch drei bis vier Jahre spielen. Wenn er pro Saison 30 Tore macht, dann wird der Weg wohl wieder zurück in die Ligen führen, wo man am liebsten auf seinem Polstersitz einen Schampus zu sich nimmt."

Na dann, Prost! In der kommenden Saison wird die Regionalliga West mal so richtig zlataniert.