Weltmeister Schürrle hört auf: Was machen die WM-Helden von 2014 heute?

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Von
Ludwig Horn

André Schürrle hat mit nur 29 Jahren sein Karriereende bekannt gegeben. Er ist nicht der erste von seinen Weltmeister-Kollegen, der seine Schuhe an den Nagel gehängt hat. Was machen die WM-Helden der deutschen Nationalmannschaft heute?

MANUEL NEUER (34): Die deutsche Nummer eins präsentierte sich während des gesamten Turniers als sicherer Rückhalt und verpasste keine Minute.
Neuer spielt heute noch immer beim FC Bayern und sammelt Titel für Titel. Seinen Vertrag hat er kürzlich bis 2023 verlängert. Nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch beim FCB ist Neuer mittlerweile Kapitän.
ROMAN WEIDENFELLER (39): Der BVB-Keeper fuhr als Nummer zwei zur WM nach Brasilien und wurde ohne Einsatzminute zum Weltmeister.
Weidenfeller (l.) bestritt sein letztes Länderspiel am 13. Juni 2015. Im Jahr 2018 beendete er seine Karriere bei Borussia Dortmund. Seitdem ist er Experte für den TV-Sender RTL bei Spielen der UEFA Europa League.
RON-ROBERT ZIELER (31): Der Torwart von Hannover 96 fuhr als Nummer drei im deutschen Tor zur WM und blieb ebenfalls ohne Einsatz.
Nach Stationen beim VfB Stuttgart und in der Premier League bei Leicester City spielt Zieler aktuell wieder für Hannover. Sein letztes Länderspiel bestritt er am 10. Juni 2015.
PHILIPP LAHM (36): Führte die deutsche Nationalmannschaft als Kapitän zum vierten WM-Titel. Er kam zunächst im defensiven Mittelfeld und dann auf seiner Stammposition als Rechtsverteidiger zum Einsatz.
Lahm beendete seine Karriere bei der DFB-Elf unmittelbar nach der WM. Drei Jahre später war dann auch beim FC Bayern Schluss. Heute ist der 36-Jährige als Unternehmer tätig und ist außerdem Organisationschef für die EM 2024.
PER MERTESACKER (35): Der 1,98-Meter-Schlacks kam in den ersten vier Spielen über die volle Distanz zum Einsatz. In den übrigen Spielen hatte er keine tragende Rolle mehr.
Mertesacker trat nach der WM ebenfalls von der Nationalmannschaft zurück. 2018 hörte er dann auch beim FC Arsenal auf. Dort ist er heute Leiter der Nachwuchs-Akademie. Darüber hinaus ist er ab September 2020 als Experte beim ZDF tätig, nachdem er zuvor zwei Jahre in selber Rolle für den Streamingdienst DAZN gearbeitet hatte.
MATTHIAS GINTER (26): Der damals 20-Jährige stand beim SC Freiburg unter Vertrag, als er Weltmeister wurde. Zu einem Einsatz kam er nicht.
Nach der WM wechselte Ginter zu Borussia Dortmund, wo er nicht wirklich glücklich wurde. Seit 2017 kickt er für die andere Borussia aus Mönchengladbach und ist dort Stammspieler. Ginter spielt noch immer für die DFB-Elf und kommt dort mittlerweile regelmäßig zum Einsatz.
ERIK DURM (28): Stand während der WM bei Borussia Dortmund unter Vertrag und kam ebenfalls nicht zum Einsatz.
Durm wechselte 2018 zu Huddersfield Town in die Premier League und ein Jahr später zurück in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt. Sein letztes Länderspiel bestritt er am 18. November 2014.
KEVIN GROßKREUTZ (31): Der nächste BVB-Spieler, der während der WM nicht zum Einsatz kam. War aber stets beliebt im Team und Kumpel von Bastian Schweinsteiger.
Großkreutz bestritt sein letztes Länderspiel am 3. September 2014. Im Sommer 2015 verließ er den BVB und ging dann auf große Wanderschaft: Über Galatasaray Istanbul, den VfB Stuttgart und Darmstadt 98 verschlug es ihn schließlich in die 3. Liga zum KFC Uerdingen.
BENEDIKT HÖWEDES (32): Der Ur-Schalker spielte bei der WM überraschend als Linksverteidiger jede Turnierminute.
Höwedes bestritt sein letztes Länderspiel am 26. März 2017. Im Sommer 2017 wechselte er auf Leihbasis zu Juventus Turin und wurde ein Jahr später dann nach Russland zu Lokomotive Moskau verkauft. Aktuell ist er vereinslos.
MATS HUMMELS (31): War während der WM Stammspieler in der Innenverteidigung und erzielte beim 1:0-Sieg im Viertelfinale gegen Frankreich den Siegtreffer.
Hummels bestritt sein letztes Länderspiel am 19. November 2018. Er wurde im Frühjahr 2019 unsanft von Bundestrainer Jogi Löw aus der Nationalmannschaft ausgebootet. Nach drei Jahren beim FC Bayern spielt Hummels seit 2019 wieder in Dortmund.