• 18:25 Uhr: ➤ Anklage gegen Ärztin wegen falscher Corona-Atteste
  • 16:05 Uhr: Linke bekennen sich zu Corona-Impfungen
  • 14:11 Uhr: Israel erlaubt Einreise von Touristen unter Auflagen
  • 13:55 Uhr: Ärzte-Präsident für 2G-Regelung und am Arbeitsplatz für 3G
  • 13:45 Uhr: Bundeswehr fliegt Corona-Patienten aus Rumänien nach Deutschland
  • 10:49 Uhr: Emotionale Szenen: Australien öffnet Grenzen für Staatsbürger
  • 09:57 Uhr: Forscher: Marke von fünf Millionen Corona-Toten überschritten

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➤ Anklage gegen Ärztin wegen falscher Corona-Atteste

Wegen mutmaßlich falscher Gesundheitszeugnisse im Zusammenhang mit dem Corona-Schutz und Impfungen erhebt die Staatsanwaltschaft Anklagen gegen eine Ärztin aus Duderstadt. Das teilte die Behörde in Göttingen am Montag mit. Den Angaben nach soll die Ärztin zwei Kindern im Alter zwischen einem und fünf Jahren bescheinigt haben, dass sie von allen von der Ständigen Impfkommission empfohlenen und geforderten Schutzimpfungen dauerhaft freizustellen sind. Medizinische Gründe hätten dafür nicht vorgelegen.

Darüber hinaus soll die Ärztin in 16 Fällen gleichlautende Atteste ausgestellt haben, die die Besitzer vom Tragen einer Corona-Schutzmaske befreiten. Der Ärztin aus dem Landkreis Göttingen sei dabei bewusst gewesen, dass bei keinem der Menschen eine gesundheitliche Einschränkung vorlag, die ein derartiges Attest rechtfertigte. Teilweise seien die Bescheinigungen ohne Untersuchung ausgestellt worden. Die ärztlichen Schreiben hätten zwischen April 2020 und März 2021 Menschen aus Niedersachsen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Brandenburg erhalten.

Der Vorwurf lautet jeweils auf das Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse. Laut Gesetz kann das mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden. Ein Termin für die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Duderstadt steht noch nicht fest.

Sydney Flughafen
Emotionale Szenen am Flughafen von Sydney.

Die weiteren Corona-News des Tages

Brandenburg: Inzwischen 14 Tote nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim

22:05 Uhr: Die Zahl der Toten nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Brandenburg hat sich auf 14 erhöht. Das teilte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montagabend in der RBB-Sendung "Brandenburg Aktuell" mit. "Das ist ein ganz, ganz schlimmer Befund", sagte sie. "Das ist genau das, was wir nicht noch einmal erleben wollten." Am Nachmittag hatte der Landkreis Barnim die Zahl der Toten auf elf beziffert. Zudem seien 44 Bewohner und 15 Mitarbeitende der Einrichtung an COVID-19 erkrankt.

Corona-Notlage: Lettland erhält Ausrüstung aus anderen EU-Ländern

20:23 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat das besonders stark von der gegenwärtigen Pandemiewelle betroffene Lettland internationale Hilfe erhalten. "Danke Finnland, Ungarn, Niederlande, Schweden", schrieb Gesundheitsminister Daniels Pavluts am Montag auf Twitter. Demnach haben die vier Länder dem baltischen EU-Land medizinische Ausrüstung über den EU-Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt - darunter künstliche Lungenbeatmungsgeräte und Spritzenperfusionspumpen.

In Lettland hat sich die Corona-Lage zuletzt zugespitzt. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörden wurden in den vergangenen 14 Tagen gut 1.745 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Die EU-Behörde ECDC weist für den Baltenstaat aktuell einer der höchsten Infektionsraten in Europa aus.

Hausärzteverband kritisiert Spahn wegen Aussagen zu Booster-Impfungen

19:10 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband hat die Aussagen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) zu Booster-Impfungen scharf kritisiert. Der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt sagte der "Welt": "Alle
Impfzentren aufmachen, Booster-Impfungen ohne Altersbeschränkung – wissenschaftliche und medizinische Kenntnisse und die Erfahrungen der vergangenen Monate werden dabei vom Tisch gewischt." Er sehe keinen Grund, warum die Praxen, die "schließlich den Impfturbo gezündet haben, die Booster-Impfungen nicht leisten können sollten – wenn ihnen keine Steine in den Weg gelegt werden", sagte Weigeldt.

Spahn hatte der "Rheinischen Post" gesagt: "Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen." Er riet den Ländern erneut dazu, in einem ersten Schritt alle Über-60-Jährigen schriftlich einzuladen. Auffrischungen sind mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Impfung möglich. Angeboten wird dies unter anderem Älteren, Corona-Risikogruppen und Geimpften mit Astrazeneca und Johnson & Johnson. Für alle anderen sind sie aber auch möglich.

Kretschmer nach Corona-Infektion seiner Frau in Quarantäne

16:20 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich nach einem positiven Corona-Test in seiner Familie in häusliche Quarantäne begeben. Seine Frau sei positiv getestet worden und habe auch leichte Symptome, sagte Kretschmer am Montagnachmittag bei einer Online-Konferenz mit Medizinern. Bei ihm selbst sei das nicht der Fall. Wenn das so bleibe und ein weiterer PCR-Test am Freitag negativ bleibe, werde er auch wieder in der Öffentlichkeit präsent sein. Zuerst hatte die "Sächsische Zeitung" berichtet.

Der Regierungschef sagte bis auf weiteres öffentliche Auftritte ab. Er arbeite nun von zu Hause aus, hieß es. Kretschmer ist doppelt geimpft mit dem Impfstoff von Astrazeneca.

Linke bekennen sich zu Corona-Impfungen

16:05 Uhr: Nach dem Auftritt von Sahra Wagenknecht in der ARD-Sendung "Anne Will" hat die Linken-Spitze die Haltung der Partei zu Corona-Impfungen bekräftigt. Wagenknecht hatte in der Sendung gesagt, sie lasse sich nicht gegen das Coronavirus impfen, weil sie kein Vertrauen in die bislang zugelassenen Impfstoffe habe.

Die Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow sagte daraufhin am Montag, Impfen sei "auch die Verantwortung für andere". Es gehe darum, "andere zu schützen, deren Freiheit tatsächlich zu gewähren". Die Linken-Vorsitzende fügte hinzu: "Insofern ist es nicht banal, das Impfen abzulehnen oder vom Impfen abzuhalten."

Wagenknecht sei Bundestagsabgeordnete und habe "keine führende oder demokratisch legitimierte Rolle im Bundesverband". Insofern sei klar, dass die Parteivorsitzenden für die Partei und die Fraktionsvorsitzenden für die Fraktion sprächen. Hennig-Wellsow fügte hinzu, es gelte für sie ein Satz: "Ich kann und werde Sarah Wagenknecht nicht mehr erklären."

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch schrieb am Montagmorgen auf Twitter, er werbe weiterhin "nachdrücklich dafür, sich gegen Covid19 impfen zu lassen", auch aus Gründen der Solidarität.

Wagenknecht hatte in der Talksendung mit Blick auf die Corona-Impfstoffe unter anderem gesagt, sie kenne die Langzeitfolgen der Impfungen nicht. Sie ging zudem davon aus, dass sie mit einer Impfung nur sich selbst, nicht aber andere schütze. Impfen sei kein "Akt der Solidarität mit anderen", da auch Geimpfte das Virus weitergeben könnten. Jeder müsse beim Impfen für sich selbst entscheiden können.

Corona-Patient stirbt im Flugzeug

15:05 Uhr: Während eines Fluges von Istanbul nach Hamburg ist in der vergangenen Woche ein Passagier gestorben. Nach einem Online-Bericht des "Hamburger Abendblatts" soll der Mann mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein. Gerichtsmediziner hätten das Virus bei einer Voruntersuchung des Leichnams nachgewiesen, hieß es. Die Hamburger Gesundheitsbehörde wollte sich zu dem Medienbericht nicht äußern.

Nach Informationen der Zeitung soll es sich um einen 51 Jahre alten Mann handeln, der zuletzt in Schleswig-Holstein lebte. Er soll mehrere schwere Vorerkrankungen gehabt haben. Der Airbus mit dem Toten sei am vergangenen Mittwoch gegen 13 Uhr in Hamburg gelandet.

Israel erlaubt Einreise von Touristen unter Auflagen

14:11 Uhr: Nach mehr als anderthalb Jahren Einreisesperre wegen Corona dürfen Individualtouristen ab sofort (1. November) unter Auflagen wieder nach Israel kommen. Dabei gelten aber genaue Vorgaben für Geimpfte und Genesene, wie Regierungschef Naftali Bennett, Gesundheitsminister Nitzan Horowitz und Tourismusminister Joel Raswosow mitteilten.

Ausländer dürfen laut Gesundheitsministerium einreisen, wenn sie zwei Dosen des Impfstoffs der Hersteller Pfizer/Biontech, Moderna, Astrazeneca, Sinovac, Sinopharm oder des Serum Institute of India erhalten haben und wenn mindestens 14 Tage seit der zweiten Dosis vergangen sind. Nach einer einzelnen Impfdosis des Corona-Vakzins von Johnson & Johnson ist ebenfalls ein Zeitabstand von 14 Tagen notwendig. Diese Zeitfenster gelten auch nach einer Auffrisch-Impfung.

Entscheidend dabei ist allerdings auch, dass bis zur Ausreise aus Israel nicht mehr als 180 Tage seit der zweiten Impfung oder bei Johnson & Johnson seit der einzelnen Impfung vergangen sein dürfen - oder es liegt eine Auffrisch-Impfung vor.

Außerdem können Genesene einreisen, wenn sie zumindest eine Dosis eines Corona-Vakzins erhalten haben, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genehmigt ist. Genesene dürfen auch dann einreisen, wenn mindestens elf Tage seit einem positiven Test vergangen sind - aber nicht mehr als 190 Tage bei Ausreise.

Ärzte-Präsident für 2G-Regelung und am Arbeitsplatz für 3G

13:55 Uhr: Angesichts der sich verschlechternden Corona-Lage empfiehlt Ärztepräsident Klaus Reinhardt eine Mischung aus 2G- und 3G-Regelung. Das heißt, dass an bestimmten Orten entweder nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zugang bekommen oder auch Getestete (3G). "Insofern finde ich es – wenn die Zahlen weiter steigen – angemessen, wenn wir sagen würden, die 2G-Regel gilt in größeren Teilen des gemeinsamen Lebens – zum Beispiel im Museum oder auch in der Gastronomie.

Wenn die 3G-Regel zum Beispiel am Arbeitsplatz gälte, wie das die Italiener schon länger machen und die Österreicher auch, dann glaube ich, könnte das auch hilfreich sein", sagte der Präsident der Bundesärztekammer am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Als drittes Mittel hält Reinhardt intensive Tests in Alten- und Pflegeheimen für nötig. Eine Impfpflicht für das Pflegepersonal lehnte er ab. Dies berge das Risiko, dass ein Teil des ungeimpften Personals dann nicht mehr zur Verfügung stünde.

Bundeswehr fliegt Patienten aus Rumänien nach Deutschland

13:45 Uhr: Die Bundeswehr fliegt schwer erkrankte Corona-Patienten aus Rumänien zur Behandlung nach Deutschland. Dazu sei am Montag ein Airbus A310 der Luftwaffe in Bukarest gelandet, schrieb der Sanitätsdienst der Bundeswehr auf Twitter. Insgesamt sollten sechs Patienten auf dem Luftweg nach Deutschland gebracht werden.

Nur knapp ein Drittel der Rumänen ist laut der EU-Gesundheitsbehörde (ECDC) vollständig geimpft. Die 14-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen stieg zuletzt über 1000 pro 100.000 Einwohner und blieb eine der höchsten in der EU. Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Notlage hatte die EU-Kommission bereits zusätzliche Ärzte und medizinische Ausrüstung in das südosteuropäische Land geschickt.

Corona-Inzidenz steigt in Thüringen weiter an

12:00 Uhr: Die Corona-Inzidenz nimmt in Thüringen weiter zu. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) kletterte die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag auf 307,1. Das ist der höchste Wert aller Bundesländer. Am Sonntag hatte er bei 304,1 gelegen und am Samstag bei 298,2.

Die Zahl gibt an, wie viele registrierte Neuinfektionen es je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gegeben hat. Es wurden 319 neue Fälle gemeldet. Bundesweit betrug die Inzidenz am Montag 154,8.

Den höchsten Wert aller Regionen in Thüringen hatte am Montag der Landkreis Sonneberg mit 487,3. Auch das Altenburger Land lag mit 453,8 über der 400er-Marke ebenso wie der Landkreis Gotha mit 402,8. Laut RKI wurde ein neuer Todesfall gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat 4.510 Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben.

Konzerne führen Extra-Kantinenbereiche für Geimpfte und Genesene ein

11:40 Uhr: Geimpfte und vom Coronavirus Genesene sollen bei großen Konzernen in Nordrhein-Westfalen künftig eigene Kantinenbereiche oder Cafeterias bekommen. Wie die "Rheinische Post" am Montag berichtete, setzen Bayer, Eon und Alltours auf solche Sonderbereiche.

Dort sollen demnach Beschäftigte ohne Einschränkungen zusammensitzen können, während diejenigen, die sich nicht impfen lassen oder keine Auskunft über ihren Impfstatus geben, weiterhin Abstandsregeln, Masken oder Trennwände akzeptieren müssen.

Wie die "Rheinische Post" nach einer Umfrage bei zwölf der größten Unternehmen im bevölkerungsreichsten Bundesland zu ihrer Anti-Corona-Strategie weiter berichtete, prüft auch der Versicherungskonzern Ergo eine vergleichbare Regelung. Bayer sprach demnach von mehreren aktuell startenden Pilotprojekten für Kantinenbereiche nur für Geimpfte und Genesene.

Es sei aber ebenso wie bei den drei anderen Firmen auch betont worden, dass Nicht-Geimpfte weiterhin einen Zugang zu Kantinen haben, schrieb die Zeitung. Bayer erklärte demnach, alles werde "in enger Zusammenarbeit" mit den Betriebsräten geplant.

Der Chemiekonzern gab demnach auch an, die Beschäftigten würden sich auf eigene Faust zu Arbeitsgruppen ohne Ungeimpfte zusammentun. "Selbstorganisierte Gruppen" - zum Beispiel in Großraumbüros, Laboren oder Teilbereichen der Produktion - könnten unter freiwilliger Anwendung der 2G-Regel "ohne Abstand und Maske zusammenarbeiten oder Arbeitsmeetings in Präsenz-Meetings durchführen".

Alle befragten Firmen, darunter auch Deutsche Post, Deutsche Telekom, Henkel, LEG Wohnen, L'Oreal Deutschland, RWE, ThyssenKrupp und Vodafone, gaben laut "Rheinischer Post" an, sie würden die Home-Office-Quote hoch halten.

Corona-Zahlen in Österreich steigen deutlich - Stufe zwei in Sicht

11:23 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Österreich steigt weiter deutlich. Innerhalb von 24 Stunden wurden 4.523 Fälle gemeldet, wie das Gesundheits- und das Innenministerium am Montag berichteten. Vergangenen Montag waren es 2.850 Neuinfektionen.

Auf den Intensivstationen wurden den Angaben zufolge 292 Menschen behandelt. Ab einer Zahl von 300 Intensivpatienten tritt mit einer Woche Vorlaufzeit die zweite der fünf Stufen des neuen Maßnahmenplans der Regierung in Kraft. Dann ist unter anderem der Zutritt zur Nachtgastronomie und zu Après-Ski-Lokalen nur noch Genesenen und Geimpften gestattet.

Ab 500 mit COVID-Patienten belegten Intensivbetten gilt diese Regel auch für alle anderen gastronomischen Betriebe. Ab 600 Betten droht ein Lockdown für Ungeimpfte.

Rund 55,5 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft

11:05 Uhr: Rund 67 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor (Stand: 10:40 Uhr). Demnach wurden am Sonntag rund 14.000 Impfdosen verabreicht.

57,7 Millionen Menschen (69,4 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 55,5 Millionen (66,7 Prozent) sind vollständig geimpft.

Beim Stand der COVID-19-Impfungen gibt es weiterhin erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 81,1 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter.

15 weitere Bundesländer haben die 60-Prozent-Marke geschafft, lediglich Sachsen steht mit 59 Prozent unter dieser Marke. Bremen zählt mit 78,2 Prozent ebenfalls den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen ist hier mit 56,7 Prozent am Ende der Rangliste.

Emotionale Szenen: Australien öffnet Grenzen für Staatsbürger

10:49 Uhr: Emotionale Szenen am Flughafen von Sydney: Australien hat am Montag erstmals seit 20 Monaten wieder seine internationalen Grenzen für Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in Down Under geöffnet. Damit entfallen die komplizierten Sondergenehmigungen und die kostspielige 14-tägige Hotelquarantäne für vollständig Geimpfte. Die Lockerungen gelten für Ankommende in den Bundesstaaten New South Wales und Victoria sowie im Australian Capital Territory mit der Hauptstadt Canberra, nachdem dort 70 Prozent der Bevölkerung zweifach geimpft wurden. Aus ganz Australien sind wieder Reisen ins Ausland möglich.

In Sydney landeten unter anderem Maschinen aus Los Angeles, Singapur und Tokio. "Es waren viele Menschen im Flugzeug, deren Angehörige im Sterben liegen", erzählte Carly Boyd, die aus den USA in die Heimat zurückflog, dem Sender ABC.

Der Australier David Frisken kam mit zwei Dutzend roten Rosen zum Kingsford Smith International Airport in Sydney, bevor er seine in Südkorea lebende Verlobte nach fast zwei Jahren erstmals wieder in die Arme schließen konnte. "Jeder Tag war ein Kampf", sagte er. Viele Beziehungen hätten die lange pandemiebedingte Trennung nicht überlebt.

Touristen dürfen allerdings noch nicht nach Down Under reisen. Wann dies wieder erlaubt sein wird, ist noch unklar. Lediglich Reisen vom Nachbarland Neuseeland nach Australien sind nun wieder ohne Quarantänepflicht möglich. Die zwei Inselstaaten hatten im April einen beidseitigen Korridor für quarantänefreies Reisen geschaffen - die "Trans-Tasman bubble". Diese wurde im Juli wegen steigender Corona-Zahlen in Australien aber zunächst ausgesetzt.

Corona-Infektionen in Sachsen nehmen weiter zu - Inzidenz bei 291,6

10:23 Uhr: Das Corona-Infektionsgeschehen in Sachsen verschärft sich weiter. Das Robert-Koch-Institut (RKI) wies am Montag für den Freistaat eine Sieben-Tages-Inzidenz von 291,6 aus. Das ist nach Thüringen der zweithöchste Wert aller Bundesländer.

Am Sonntag hatte die Inzidenz noch bei 276,8 gelegen und am Samstag bei 266,4. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet wurden. Bundesweit stieg er auf 154,8 - es wurden knapp 10.000 neue Corona-Fälle gemeldet.

Negativ-Spitzenreiter unter den 13 sächsischen Regionen ist weiterhin der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit einem Wert von 453,2 - gefolgt vom Landkreis Meißen mit einer Inzidenz von 397,3. Den mit Abstand niedrigsten Wert weist die Stadt Leipzig aus.

Doch auch dort stieg die Inzidenz von 133,2 am Sonntag auf 140,8 am Montag an. Neue Todesfälle wurden laut RKI nicht gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind in Sachsen 10 324 Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben.

Forscher: Marke von fünf Millionen Corona-Toten überschritten

09:57 Uhr: Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als fünf Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor, die die Hochschule am Montag veröffentlichte. Die Schwelle von vier Millionen Corona-Toten weltweit war Anfang Juli überschritten worden.

Nach den Daten der US-Forscher liegt die Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen bei mehr als 246 Millionen Fällen. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen rund um den Globus zugleich von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen auch wieder zeitweise nach unten korrigiert. Nach Angaben der WHO von Freitag gab es bisher 4,98 Millionen bestätigte Todesfälle und rund 245 Millionen bekannte Infektionen.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 kann die Erkrankung COVID-19 auslösen, die tödlich verlaufen kann. Es gibt in allen Altersgruppen Todesfälle, aber ältere und Patienten mit schwachem Immunsystem sind besonders betroffen.

Corona-Hoch vorbei: Telefonate dauern nicht mehr so lang

09:39 Uhr: Nachdem die Bundesbürger im ersten Corona-Jahr deutlich länger telefoniert haben als zuvor, kehrt nun wieder etwas Normalität ein. Im August und September habe ein Mobilfunk-Telefonat im O2-Netz durchschnittlich etwa 2 Minuten und 40 Sekunden gedauert, teilte der Netzbetreiber Telefónica auf Anfrage mit.

In den verschiedenen Lockdown-Monaten seit Beginn der Pandemie waren die Gesprächsteilnehmer hingegen 30 bis 60 Sekunden länger am Hörer, wie aus den Zahlen hervorgeht. Grund hierfür: Wegen der Corona-Einschränkungen waren die Bürger weniger unterwegs und trafen Freunde oder Familie nicht mehr vor Ort, sondern telefonierten mit ihnen - der Gesprächsbedarf war also größer als vorher. Bei Vodafone gab es eine ähnliche Entwicklung.

Ein Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten: Bei Telefónica dauerte ein Handyanruf im Gesamtjahr 2019 durchschnittlich 2 Minuten und 28 Sekunden - von diesem Level ist man also nicht mehr weit entfernt. 2020 dauerten die Mobilfunktelefonate 2 Minuten und 51 Minuten und in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 2 Minuten und 54 Sekunden.

Dass in diesem Jahr im Schnitt länger telefoniert wurde als 2020, liegt an den Lockdown-Monaten Anfang 2021 - damals war der Bedarf sehr hoch, im Laufe des Jahres schwächte er sich aber deutlich ab.

Unlängst hat der Telekommunikations-Branchenverband VATM eine Studie vorgelegt, die sich auch mit dem Gesprächsverhalten beschäftigt hat. Der Analyse zufolge sind es dieses Jahr im Schnitt schätzungsweise 963 Millionen Gesprächsminuten pro Tag in Deutschland. In den Sprachverbindungsminuten sind Festnetz- und Mobilfunktelefonate sowie Gespräche über Internet-Kommunikationsdienste wie Whatsapp und Skype inbegriffen.

Verglichen mit dem Vorjahr ist es der Studie zufolge ein Plus von vier Prozent bei den Gesprächsminuten. Das ist ein deutlich schwächeres Wachstum als 2020: Im ersten Corona-Jahr gab es hierbei noch ein Plus von 16 Prozent.

John Bon Jovi mit Corona infiziert - Show abgesagt

09:15 Uhr: US-Sänger Jon Bon Jovi hat wegen einer Coronavirus-Infektion ein Konzert in Miami Beach abgesagt. Der 59-Jährige habe sich laut US-Medien trotz Impfung mit dem Coronavirus infiziert. Der Sender NBC News zitierte seinen Sprecher, laut dem der Sänger komplett geimpft sei und es ihm gut gehe. Das geplante Konzert im US-Bundesstaat Florida wurde demnach abgesagt.

Für Bon Jovis Band ist es nicht der erste Corona-Fall. Keyboarder David Bryan hatte bereits zu Beginn der Pandemie, im März 2020, seine Infektion bekannt gegeben.

Grünen-Gesundheitsexperte: Impftempo in Praxen reicht nicht aus

08:36 Uhr: Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen ist unzufrieden mit dem Verlauf der Corona-Impfungen in den Praxen der niedergelassenen Ärzte. "Nach der Schließung der meisten Impfzentren erfüllen die Praxen die in sie gesetzten Erwartungen erkennbar nicht, weder bei den Erst- noch bei den Booster-Impfungen", sagte Dahmen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). "Das Tempo bei den Erst- und Zweiimpfungen und beim Boostern reicht nicht aus."

Der Grünen-Politiker betonte: "Wenn das Impftempo in der Regelversorgung der Praxen nicht ausreicht, werden wir endlich auch an anderen Stellen, beispielsweise Apotheken, impfen müssen." Er zeigte sich besorgt über die aktuelle Pandemie-Lage. "Schon in den nächsten Wochen könnte die Zahl der Intensivpatienten wieder auf bis 3.000 steigen. Wenn dann noch eine heftige Grippewelle dazu kommt, laufen wir in eine Katastrophe hinein", sagte er.

Das DIVI-Register verzeichnete am Sonntag 1.984 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Zum Höhepunkt der Pandemie im Januar 2021 waren es mehr als 5.700.

Spahn: Länder sollen Impfzentren wieder startklar machen

08:15 Uhr: Angesichts stark steigender Corona-Zahlen fordert der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder auf, ihre Impfzentren wieder hochzufahren. "Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen", sagte er der "Rheinischen Post" (Montag). Zudem riet Spahn dazu, in einem ersten Schritt alle Menschen über 60 schriftlich zur Impfung einzuladen.

Hintergrund ist, dass mehr Menschen eine Auffrischungsimpfung - die Booster-Impfung - gegen die nachlassende Wirkung des Impfstoffs wahrnehmen sollen. Am Wochenende hatte Spahn auch einen Gipfel zum Thema Auffrischungsimpfungen von Bund und Ländern gefordert. "Aktuelle Daten aus Israel zeigen, dass das Boostern einen ganz entscheidenden Unterschied macht, um die vierte Welle zu brechen", sagte er der "Bild am Sonntag". Sein Ministerium hatte zudem noch einmal darauf hingewiesen, dass grundsätzlich alle Bürger laut Impfverordnung einen Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung haben.

RKI registriert 9.658 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 154,8

08:07 Uhr: Der seit etwa zweieinhalb Wochen anhaltende Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in Deutschland setzt sich fort. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 154,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 149,4 gelegen, vor einer Woche bei 110,1.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 9.658 Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03:23 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6.573 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 17 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.607.208 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - hatte das RKI am Freitag mit 3,50 angegeben (Donnerstag: 3,31, Mittwoch: 3,07). Am Samstag und Sonntag wird der Wert nicht veröffentlicht. Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.286.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 95.752.

Sprecherin von US-Präsident Biden mit Corona infiziert

08:04 Uhr: Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, hat sich trotz Impfung mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei am Sonntag positiv getestet worden, teilte Psaki am Abend (Ortszeit) in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Psaki begleitet US-Präsident Joe Biden derzeit nicht auf dessen Europa-Reise und hat ihren Chef nach eigenen Angaben zuletzt am vergangenen Dienstag getroffen, unter besonderen Schutzvorkehrungen.

Psaki hatte ihre Mitreise mit Biden zum G20-Gipfel in Rom und zur Weltklimakonferenz in Glasgow in der vergangenen Woche kurzfristig abgesagt und als Grund zunächst vage einen "Notfall in der Familie" genannt. In ihrer Mitteilung von Sonntag erklärte sie nun, Hintergrund sei gewesen, dass "ein Mitglied ihres Haushaltes" positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Daraufhin habe sie sich in Quarantäne begeben und sich sowohl am Mittwoch und Donnerstag als auch am Freitag und Samstag testen lassen. All diese Tests seien negativ ausgefallen. Der Test am Sonntag sei dann aber positiv ausgefallen.

Psaki betonte, sie habe seit Mittwoch keine hochrangigen Mitarbeiter des Weißen Hauses mehr getroffen. Das jüngste Treffen mit dem Präsidenten am Dienstag habe draußen stattgefunden, mit Abstand und Masken. Sie lege ihr Testergebnis offen, um größtmögliche Transparenz zu liefern. Angesichts ihrer Impfung gegen das Coronavirus verspüre sie nur milde Symptome und könne weiter von zu Hause aus arbeiten. Sie plane, nach Ablauf einer zehntägigen Quarantäne und nach einem negativen Testergebnis ins Weiße Haus zurückzukehren.

Thailand ist wieder offen: Traumland wagt den Tourismus-Neustart

07:58 Uhr: Thailand wagt den touristischen Neustart und ist ab sofort wieder offen für vollständig geimpfte Touristen aus 63 Ländern. Auf der Liste, die am Wochenende in letzter Minute noch einmal von ursprünglich 46 Staaten um 17 weitere aufgestockt wurde, stehen auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Das beliebte Urlaubsland braucht dringend die Einnahmen aus der wichtigen Tourismusindustrie, die seit dem Beginn der Corona-Pandemie fast völlig am Boden lag. Feriengäste müssen zwar einige Regeln beachten, können aber wieder ohne vorherige Quarantäne durch das Land reisen.

Während Unternehmer und Beschäftigte der Branche sehnlich auf diesen Moment gewartet hätten, sähen große Teile der Bevölkerung die Öffnung mit gemischten Gefühlen, berichtete die Zeitung "Bangkok Post" am Montag. Bei einer Umfrage des Gesundheitsministeriums sagten rund 92 Prozent der Befragten in 17 Provinzen, sie befürchteten eine neue Corona-Welle durch die Öffnung.

Der Verlauf des jüngsten Ausbruchs in dem südostasiatischen Staat mit 70 Millionen Einwohnern ist ungewöhnlich: Zwar sind die Zahlen seit August - als ein Höchstwert von mehr als 23.000 Neuinfektionen verbucht worden war - gesunken, jedoch stagnierten sie wochenlang zwischen 9.000 und 12.000 neuen Fällen am Tag. Am Montag meldeten die Behörden 8.165 Neuinfektionen und 55 Tote in Verbindung mit COVID-19.

Wer einen Thailand-Urlaub plant, muss sich den Regeln zufolge vor der Abreise 21 Tage lang in einem oder mehreren der 63 Länder aufgehalten haben, die die Regierung als sicher einstuft. Zudem ist ein maximal 72 Stunden vor dem Flug erfolgter PCR-Test erforderlich sowie einer nach der Ankunft in Thailand.

Anschließend müssen die Gäste in einem sogenannten SHA+-Hotel auf das Testergebnis warten. Fällt es negativ aus, können sie sich laut der Abteilung für Konsularangelegenheiten ab dem zweiten Tag frei in Thailand bewegen.

Kinder bis einschließlich elf Jahre brauchen keine Impfung, wenn ihre Eltern geimpft sind. Für Jugendliche ab zwölf Jahren ist ein Impfnachweis erforderlich. Es gelten weitere Regeln. Deshalb wird empfohlen, sich bei den Behörden genau zu informieren. Ungeimpfte müssen weiterhin zehn Tage in Hotelquarantäne.

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.