• 17:03 Uhr: ➤ Streit um Test: Mann schlägt Mitarbeiter in Corona-Testzentrum
  • 14:43 Uhr: Curevac zieht Impfstoffkandidaten aus Zulassungsverfahren zurück
  • 11:49 Uhr: Lebenserwartung in Deutschland durch COVID-19 nach Jahren erstmals gesunken
  • 06:19 Uhr: Anteil der geimpften COVID-19-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

Mann schlägt Mitarbeiter in Dresdner Corona-Testzentrum

Im Streit um einen Corona-Test hat ein Mann in einem Dresdner Testzentrum einen Mitarbeiter angegriffen. Der 43-Jährige verlangte am Montagnachmittag einen kostenfreien Test und begann darüber mit dem Personal zu diskutieren, wie die Polizei Dresden am Dienstag mitteilte.

Als er zum Verlassen des Testzentrums aufgefordert wurde, schlug er einen 41-jährigen Mitarbeiter. Alarmierte Polizeibeamte fertigten gegen den Angreifer Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs sowie Körperverletzung.

Seit Montag sind die Bürgertests nicht mehr kostenlos. Wer als Ungeimpfter beispielsweise ein Restaurant oder eine Veranstaltung besuchen will, der muss den dafür benötigten Corona-Test selber bezahlen.

Ausnahmen gelten unter anderem für jene Gruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen und dies nachweisen können oder für die noch kein Impfstoff zur Verfügung steht. Dazu zählen beispielsweise Kinder unter zwölf Jahren.

Die weiteren Corona-News des Tages

Spahn pocht auf Mitsprache bei neuer EU-Behörde Hera

17:27 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) pocht bei der neuen EU-Behörde zur Vorsorge von Gesundheitskrisen wie der Corona-Pandemie auf ein Mitspracherecht der EU-Staaten. Die Hera (Health Emergency Preparedness and Response Authority) genannte Behörde soll gesundheitliche Notstände in Zukunft verhindern, gefährliche Erreger schneller entdecken und grenzüberschreitend darauf reagieren.

Die Idee der EU-Kommission zu Hera sei sehr gut, sagte der CDU-Politiker am Dienstag am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kolleginnen und -Kollegen in Slowenien. Aber für die Mitgliedstaaten und insbesondere für Deutschland sei es sehr wichtig, dass die EU-Staaten auch ein Mitspracherecht hätten.

Die Behörde hat im September ihre Arbeit aufgenommen und soll Anfang 2022 voll einsatzfähig sein. Sie bekommt keinen eigenen Sitz, sondern wird innerhalb der EU-Kommission angesiedelt.

Spahn betonte, dass er grundsätzlich sehr zufrieden mit dem Vorschlag sei. Es gehe etwa darum, dass man bei einer Gesundheitskrise künftig viel schneller Impfstoff anschaffen könne als während der Corona-Pandemie. Anders als in den USA gebe es in der EU dazu bislang keine Behörde.

Hera soll künftig in zwei Modi arbeiten: im Vorbereitungs- und im Krisenmodus. Im Fall einer Gesundheitskrise soll die Behörde dem Vorschlag der EU-Kommission zufolge in den Notfallmodus wechseln, um schnell Entscheidungen treffen zu können. Spahn betonte am Dienstag, dass Entscheidungen sowohl in Krisenzeiten als auch während der Vorbereitung auf mögliche Krise gemeinsam von den EU-Staaten und der EU-Kommission getroffen werden sollten.

Spahn sagte zudem, dass die europäische Gesundheitsbehörde ECDC gestärkt werden müsse - finanziell, aber auch in ihren Kompetenzen, so dass sie verbindlichere Ratschläge geben könne. Außerdem habe die Krise gezeigt, dass die EU etwa bei pharmazeutischen Produkten zu abhängig von China und anderen Staaten sei. Die pharmazeutische Strategie, die die EU-Kommission vorlegen werde, sei sehr wichtig.

Eintracht Frankfurt zahlt PCR-Testzuschuss für Jugendliche

17:00 Uhr: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt will seinen jungen Zuschauern helfen, die ab sofort kostenpflichten Corona-Tests für den Stadionbesuch zu bezahlen. Darüber informierte der Club aus Hessen am Dienstag.

Für die beiden Heimspiele gegen Hertha BSC (16. Oktober) und Olympiakos Piräus (21. Oktober) wolle man Besucher, "die nachweislich nicht impffähig sind und daher für den Besuch des Spiels einen negativen, PCR-basierten Coronatest vorweisen müssen", mit einem Zuschuss unterstützen. Dazu zählen auch alle Kinder zwischen sieben und 18 Jahren.

"Gerade für unsere jungen Anhänger und deren Familien stellt die aktuelle PCR-Test-Auflage eine besondere Härte dar, die es aktuell in dieser Altersgruppe nur im Fußball und bei uns zu geben scheint", sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann. Man gehe davon aus, dass "diese nachteilige Auflage" nur für diese beiden Spiele gelte. Pro Person und Test will Eintracht Frankfurt mit 50 Euro unterstützen.

Darmstadts Gjasula trotz Impfschutz positiv auf Corona getestet

15:59 Uhr: Fußball-Zweitligist Darmstadt 98 muss vorerst auf Mittelfeldspieler Klaus Gjasula verzichten. Wie die Lilien mitteilten, wurde der 31-Jährige trotz vollständigem Impfschutz während seiner Länderspielreise mit der albanischen Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet. Der Neuzugang vom Hamburger SV spielte in den vergangenen sieben Ligapartien von Beginn an.

Am Sonntag (13:30 Uhr/LIVE bei uns im Ticker) tritt Darmstadt am Böllenfalltor gegen Werder Bremen mit Ex-Darmstadt-Trainer Markus Anfang an.

Curevac zieht Impfstoffkandidaten aus Zulassungsverfahren zurück

14:43 Uhr: Das Biotechunternehmen Curevac zieht seinen ersten Impfstoffkandidaten aus dem Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurück. Wie das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mitteilte, war man davon ausgegangen, dass eine Zulassung bei der EMA frühestens im zweiten Quartal 2022 erfolgt wäre.

Einen förmlichen Zulassungsantrag für den Impfstoffkandidaten CVnCoV gab es nicht, CVnCoV befand sich noch im sogenannten rollierenden Verfahren für eine Zulassung.

Ende Juni hatte Curevac bekannt gegeben, dass die Wirksamkeit seines Impfstoffkandidaten der ersten Generation niedriger sei als die einiger anderer Impfstoffe. Das Tübinger Biotechunternehmen war Anfang Juli davon ausgegangen, dass die EMA den Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen werde.

Das Curevac-Präparat hatte einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine COVID-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg gezeigt. Damit ist es insgesamt deutlich weniger wirksam als andere Impfstoffe. Das Unternehmen will sich mit seinem britischen Partner GlaxoSmithKline (GSK) auf die Entwicklung eines weiteren COVID-19-Impfstoffs konzentrieren.

Das Patientenzimmer einer Intensivpatientin auf der Coronastation des Johanniter Krankenhauses in Duisburg. Die Pflegerin Luana Gerardi versorgt eine im Koma liegende Frau.

Pflicht zur Kontaktdatenerfassung entfällt größtenteils in Bayern

13:27 Uhr: In Bayern entfällt von diesem Freitag (15. Oktober) an auf breiter Front die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung. Insbesondere in der Gastronomie und bei kulturellen Veranstaltungen müssen Kunden und Besucher also dann wegen Corona keine persönlichen Daten mehr angeben. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen.

Kontaktdaten müssen demnach nur noch in Schwerpunktbereichen "mit hohem Risiko von Mehrfachansteckungen (Spreading)" erfasst werden. Dazu zählen laut Kabinettsbeschluss alle geschlossenen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen, Clubs, Diskotheken, Bordelle "und vergleichbare Freizeiteinrichtungen" sowie gastronomische Angebote mit Tanzmusik. Auch bei körpernahen Dienstleistungen und in Gemeinschaftsunterkünften (etwa Schlafsäle in Jugendherbergen oder Berghütten) müssen Kontakte noch erfasst werden.

Lebenserwartung in Deutschland durch COVID-19 nach Jahren erstmals gesunken

11:49 Uhr: Die Lebenserwartung in Deutschland ist durch COVID-19 erstmals seit Jahren leicht gesunken. Zwischen 2019 und 2020 sank der Wert bei Frauen um 0,1 Jahre, bei Männern um 0,3 Jahre, teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Dienstag in Wiesbaden mit. Vor der Pandemie nahm die Lebenserwartung durchschnittlich jedes Jahr um 0,1 Jahr zu.

"Die Lebenserwartung wird selbstverständlich nicht nur durch COVID-19 beeinflusst", erklärte Pavel Grigoriev vom BiB. Allerdings habe die Krankheit in vielen Ländern laut detaillierten Sterbestatistiken einen erheblichen Einfluss auf die Lebenserwartung gehabt.

Im internationalen Vergleich ging der Wert in Deutschland nur gering zurück. Deutlich stärker sank die Lebenserwartung beispielsweise in den USA. Dort reduzierte sie sich laut Institut bei Männern um 2,2 Jahre und bei Frauen um 1,7 Jahre. Dies seien "sehr außergewöhnliche Werte" für ein hoch entwickeltes Land, erklärte Grigoriev. "Sie verdeutlichen die Gefahr, welche vom Coronavirus ausgehen kann, wenn wenig Eindämmungsmaßnahmen ergriffen werden."

Auch im Vergleich mit anderen europäischen Ländern verzeichnet Deutschland einen relativ geringen Rückgang der Lebenserwartung. In Polen, Spanien und Italien sank sie 2020 bei Männern und Frauen um jeweils mehr als ein Jahr. Einen noch geringeren Rückgang als in Deutschland gab es in Europa nur in Teilen des Nordens.

"In Nordeuropa hat lediglich Schweden größere Rückgänge bei der Lebenserwartung verzeichnet", erklärte Sebastian Klüsener, vom BiB. "Schweden hatte im Vergleich zu den anderen nordeuropäischen Ländern auch geringere Eindämmungsmaßnahmen ergriffen."

Unterschiede gibt es laut BiB auch zwischen den Bundesländern. Ähnlich wie im benachbarten Dänemark stieg die Lebenserwartung in Schleswig-Holstein. Auch Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete einen überdurchschnittlichen Wert. Sachsen hingegen, das von der Pandemie besonders betroffen war, erlebte bei Männern eine gesunkene Lebenserwartung von 0,7 Jahren. Bei Frauen ging der Wert um 0,5 Jahre zurück. Im Westen der Republik sank die Lebenserwartung in Bayern am stärksten.

75,9 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft

10:48 Uhr: In Deutschland sind 65,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote unter den Erwachsenen liegt bei 75,9 Prozent, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. Mindestens einmal gegen das Virus geimpft sind demnach 68,6 Prozent aller Bürger und Bürgerinnen, sowie 79,4 Prozent der Erwachsenen. Mehr als 54 Millionen Bürger sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vollständig geimpft.

Unter den Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren haben inzwischen 43,3 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, 37,2 Prozent sind vollständig geimpft.

Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte.

Eine Auffrischungsimpfung haben inzwischen bereits über eine Million Menschen in Deutschland bekommen. Den Wert gab das RKI am Dienstag mit 1.044.188 an.

Lufthansa zahlt Teil der Coronahilfen früher als geplant zurück

09:42 Uhr: Früher als geplant hat die Lufthansa einen Teil der staatlichen Coronahilfen zurückgezahlt. Sie überwies 1,5 Milliarden Euro an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik, wie sie am Montagabend mitteilte. Eine weitere Milliarde Euro zurückzahlen will der Konzern bis Ende des Jahres. Der WSF hält aktuell noch 14,09 Prozent des Grundkapitals der Lufthansa - in der Coronakrise waren es 20 Prozent.

Die Lufthansa hatte in der Coronakrise mit der Bundesregierung und der EU-Kommission ein insgesamt neun Milliarden Euro schweres staatliches Rettungspaket ausgehandelt - drei Milliarden Euro als Darlehen der staatlichen Förderbank KfW und sechs Milliarden Euro aus dem WSF. Der Konzern nahm aber bei weitem nicht alles in Anspruch.

"Wir sind sehr dankbar, dass die Deutsche Lufthansa AG in schwierigsten Zeiten mit Steuermitteln stabilisiert worden ist", erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. "Dadurch konnten mehr als 100.000 Arbeitsplätze erhalten und für die Zukunft gesichert werden."

Der Konzern hatte bereits im Februar einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von einer Milliarde Euro vorzeitig getilgt. Nun nahm die Fluggesellschaft über die Ausgabe neuer Aktien knapp 2,2 Milliarden Euro ein und zahlte die sogenannte Stille Einlage I an den Staat zurück. Die Stille Einlage II in Höhe von einer Milliarde Euro will der Konzern bis Ende 2021 vollständig zurückzahlen und zudem einen nicht in Anspruch genommenen Teil der Stillen Einlage I bis dahin kündigen.

Gouverneur von Texas erklärt vom US-Präsidenten erlassene Corona-Impfpflicht für ungültig

07:22 Uhr: Die Auseinandersetzung zwischen der US-Regierung und dem Gouverneur von Texas geht weiter: Am Montag erklärte der texanische Regierungschef Gregg Abbott sämtliche Verpflichtungen zur Corona-Impfung in seinem Bundesstaat für ungültig.

"Ich habe eine Durchführungsverordnung erlassen, die verpflichtende Impfungen durch jegliche Einrichtungen in Texas verbietet", schrieb der Gouverneur auf Twitter. Vergangenen Monat hatte US-Präsident Joe Biden eine Impfpflicht für Mitarbeiter von Bundesbehörden und zahlreicher Privatunternehmen erlassen

Viele führende Republikaner hatten die Impfpflicht als Angriff auf die persönlichen Freiheiten der Bürger bezeichnet. Abbotts Regierung erklärte nun, dass "keine Einrichtung in Texas" eine Corona-Impfung von Angestellten oder Kunden verlangen dürfe, wenn diese eine Impfung aus "persönlichen Gewissensgründen, aufgrund einer religiösen Überzeugung oder aus medizinischen Gründen" ablehnen.

Abbott selbst ist vollständig geimpft. "Der COVID-19-Impfstoff ist sicher, wirksam und unsere beste Verteidigung gegen das Virus, sollte aber immer freiwillig bleiben und niemals erzwungen werden", erklärte er am Montag.

Biden hatte Anfang September angesichts stark gestiegener Infektionszahlen eine Corona-Impfpflicht für Bundesangestellte und Mitarbeiter von Auftragnehmern der Regierung verkündet. Außerdem sollen Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten sicherstellen müssen, dass ihre Mitarbeiter geimpft sind oder ein Mal pro Woche getestet werden. Die Maßnahmen betreffen nach Angaben Bidens rund hundert Millionen Menschen.

Die Republikaner von Ex-Präsident Donald Trump hatten umgehend Rechtsmittel gegen die Impfvorgaben angekündigt. Abbott steht mit Biden nicht nur bei der Corona-Politik im offenen Konflikt. So streiten die beiden vor Gericht über ein Abtreibungsverbot in Texas. Außerdem hatte Abbott das Wahlrecht in seinem Bundesstaat gegen den Widerstand der Demokraten verschärft.

Anteil der geimpften COVID-19-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

06:19 Uhr: Einem Medienbericht zufolge ist der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen angestiegen. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben) berichteten, waren von den 1.186 Corona-Patienten, die in Deutschland Mitte August bis Anfang September "intensivmedizinisch versorgt" werden mussten, 119 gegen das Virus geimpft. Dies entspricht einer Quote von rund zehn Prozent. Im Zeitraum von Anfang Februar bis Anfang September liegt der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen bei 1,84 Prozent (210 von 11.419 Fällen).

Die Zeitungen berufen sich dabei auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Die Daten stammen vom Robert-Koch-Institut (RKI). Wie die Funke-Zeitungen weiter berichteten, hängt der gestiegene Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen nach Angaben von Behörden und Fachleuten vor allem mit der stark gestiegenen Zahl der Geimpften insgesamt zusammen.

Mittlerweile sind in Deutschland mehr als 65 Prozent der Bevölkerung doppelt gegen das Virus geimpft. Das RKI erklärte dem Bericht zufolge: "Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich SARS-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen."

Das Gesundheitsministerium hob laut Funke-Zeitungen die Schutzwirkung der Impfung vor einer schweren Erkrankung an Corona hervor. "Fakt ist, dass Impfungen schützen und ein fehlender Impfschutz der Hauptgrund ist, warum Personen mit einer COVID-19-Infektion intensivmedizinisch behandelt werden müssen", teilte das Ministerium demnach mit.

Auch der Präsident der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI), Gernot Marx, sagte den Funke-Zeitungen: "Die Patientinnen und Patienten mit schweren und tödlichen Corona-Verläufen sind in fast allen Fällen ungeimpft." Die Impfdurchbrüche mit schweren Verläufen dagegen seien noch immer im einstelligen Prozentbereich. Zudem treffe der Impfdurchbruch meist Menschen, deren "Immunsystem etwa durch eine Chemotherapie oder eine dauerhafte Kortisonbehandlung geschwächt ist, oder die älter als 80 Jahre sind".

Der Intensivmediziner sagte demnach weiter: "Leider sehen wir auch immer mehr Menschen unter 60 mit schweren oder tödlichen Verläufen, die nicht geimpft sind". Es gelte: "Die Corona-Impfung ist ein wirksamer Schutz vor schweren Erkrankungen."

Untersuchungsbericht stellt Premier Johnson miserables Zeugnis in Pandemie aus

05:56 Uhr: Ein Parlamentsbericht hat dem britischen Premierminister Boris Johnson ein schlechtes Zeugnis für seinen Umgang mit dem Coronavirus ausgestellt. Das Herauszögern eines Lockdowns zu Beginn der Pandemie vergangenes Jahr war demnach "eines der größten Versäumnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit" in der Geschichte des Landes, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Untersuchungsbericht. Der "falsche" Ansatz der Regierung habe Menschenleben gekostet.

Coronatests haben Bund bereits mehr als fünf Milliarden Euro gekostet

05:12 Uhr: Die Coronatests haben den Bund bereits mehr als fünf Milliarden Euro gekostet. Wie Zahlen des Bundesamts für Soziale Sicherung zeigen, wurden über den Gesundheitsfonds bis Mitte September über 5,2 Milliarden Euro abgerechnet. Dabei zahlte der Bund allein für Antigen-Tests 1,4 Milliarden Euro. Am Montag hatte die Regierung aus "Fairness" gegenüber dem Steuerzahler die kostenlosen Bürgertests abgeschafft. Zuerst hatte die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) über die Zahlen berichtet.

Für labordiagnostische Leistungen gab der Bund demnach 1,1 Milliarden Euro aus. Weitere Leistungen wie die Abstrichnahmen kosteten 2,4 Milliarden Euro. Zusätzlich zahlte der Bund bis Mitte September rund 92 Millionen Euro für Tests in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und in Obdachlosenunterkünften.

Seit Montag sind die Bürgertests nicht mehr kostenlos. So will die Politik den Druck auf Ungeimpfte erhöhen, sich impfen zu lassen. Ausnahmen gelten unter anderem für alle Gruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen und dies nachweisen können oder für die noch kein Impfstoff zur Verfügung steht.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 65,8 gesunken

04:34 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 65,8 gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen eines Tages 4.971 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 66,5 gelegen, vor einer Woche hatte sie 63,6 betragen. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 88 auf 94.297. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn liegt laut RKI bei 4.318.355.

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.