In Wien ist ein neugeborenes Baby in einem Stiegenhaus gefunden worden. Innenpolitik, Wirtschaft und Panorama: In unserem Nachrichtenüberblick finden Sie aktuelle Meldungen zum Zeitgeschehen.

+++ Sonntag, 7. September 2014 +++

Baby im Treppenhaus gefunden

Am Samstag ist in einem Wohnhaus in Wien-Neubau ein neugeborenes Baby im Treppenhaus gefunden worden. Wie die Austria Presse Agentur (APA) berichtet, war das leicht unterkühlte Mädchen gerade einmal zwei Stunden alt. Nach Angaben der Polizei war das Baby in eine braune Jacke eingewickelt, Hinweise auf die Mutter gibt es bisher keine.

Das Neugeborene wurde in ein Spital gebracht und befindet sich in einem stabilen Zustand. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen. (kab)

+++ Freitag, 5. September 2014 +++

Ebola-Verdacht in Oberösterreich

Ein Jugendlicher ist am Freitag mit Verdacht auf eine Ebola-Infektion in das Linzer AKH eingeliefert worden. Er befindet sich seit dem Vormittag auf der Isolierstation der Klinik. Wie die Austria Presse Agentur (APA) weiter berichtet, war der 15-Jährige erst vor Kurzem von einem Verwandtschaftsbesuch aus Nigeria zurück gekommen.

Noch am Freitagabend soll das Ergebnis der Blutprobe zeigen, ob es sich tatsächlich um eine Ebola-Infektion handelt. Laut APA lag in bisher vier Fällen in Österreich ein Ebola-Verdacht vor. Sowohl bei einer verstorbenen Frau in Tirol, als auch bei Patienten in Wien und Oberösterreich wurde der Virus nicht nachgewiesen. (kab)

Direktorin verliert nach Streit an Volksschule Leitung

Nach einem Streit an einer Kärntner Volksschule musste eine umstrittene Direktorin ihren Posten abgeben. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hat in den Zwist eingegriffen und daraufhin zwei Schulen zusammengelegt.

Den Maßnahmen des Kärntner Landeshauptmanns war ein Streit an der Schule vorausgegangen. Wie der ORF berichtet, hatten in der Volksschule 2 in Feldkirchen acht Lehrer um Versetzung angesucht. Zudem hatten Eltern gedroht, ihre Kinder in einer anderen Schule anzumelden. Grund dafür sollen Probleme mit der Direktorin gewesen sein, Details wurden bisher noch nicht bekannt. (rs)

Lkw-Lenker stirbt bei Unfall in Niederösterreich

In Niederösterreich haben sich in der Nacht auf Freitag zwei schwere Lkw-Unfälle ereignet. Das berichtet die Austria Presse Agentur (APA). Auf der A2 in der Nähe von Wiener Neustadt fuhr ein Lkw auf einen anderen Lastwagen auf. Der Lenker des Unfallfahrzeugs kam dabei ums Leben, die Unglücksursache ist bisher nicht bekannt.

Auch auf der A4 im Bezirk Wien-Umgebung verunglückte ein Mann mit einem Lkw. Das Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Der Lenker hatte Glück und wurde nur leicht verletzt. (rs)

+++ Donnerstag, 4. September 2014 +++

Acht-Kilo-Tumor erfolgreich entfernt

Einer Steierin ist am vergangenen Freitag ein acht Kilogramm schwerer Tumor erfolgreich aus dem Bauchraum entfernt worden. "Einen so großen und schweren Tumor haben wir noch nie gesehen", erklärt Univ.-Prof. Dr. Gerhard Wolf vom Klinikum Graz, der die 75-jährige Patientin operierte, in einer Aussendung. "Deshalb war der Eingriff auch besonders herausfordernd für uns."

Über Jahre hinweg hat sich die Geschwulst laut Mitteilung im Bauchraum der Steirerin gebildet. Erst als die Verdauung der 75-Jährigen nicht mehr funktionierte und ihre Beschwerden zunahmen, wurde demnach mittels Computertomographie die Diagnose gestellt. In einer zweistündigen Operation konnte der Tumor erfolgreich entfernt werden. "Ich bin mit dem gesamten Team hier im LKH Graz unendlich dankbar. Alle hier sind sehr nett zu mir und mir geht es gottseidank schon viel besser", sagte die Patientin dem "Kurier".

Nach Angaben des Krankenhauses wird der Tumor derzeit noch untersucht, um eine Bösartigkeit auszuschließen. "Wir gehen davon aus, dass er gutartig ist, alles deutet darauf hin", sagte Wolf. (kab)

Dinko Jukic soll Dopingtest versäumt haben

Schwimmer Dinko Jukic ist anscheinend einer Dopingkontrolle nicht nachgekommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur APA. Demnach ist Österreichs Nationale Anti-Doping-Agentur Nada der Auffassung, dass Jukic gegen geltende Bestimmungen verstossen hat.

Kürzlich sollen auch die ÖFB-Spieler David Alaba, Marko Arnautovic, Christian Fuchs, Martin Harnik, Zlatko Junuzovic und Rubin Okotie getestet worden sein. Jukic hat den Berichten zufolge die Kontrolle jedoch versäumt. Die Nada hatte Jukic bereits im Jahr 2011 vorgeworfen, einen Dopingtest nicht nachgekommen zu sein - er wurde aber vom Vorwurf der Verweigerung freigesprochen. (rs)

Partnerin ermordet: lebenslange Haft für 39-Jährigen

Am Grazer Landesgericht ist ein 39-jähriger Mann wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur APA. Der Tschetschene soll seine Partnerin erstickt haben. Nach der Tat im Jänner zeigte er sich geständig, vor Gericht leugnete er aber die Tötung.

Die Verteidigerin des 39-Jährigen plädierte auf einen natürlichen Tod. Die Geschworenen befanden den Mann jedoch einstimmig für schuldig: Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Anwältin kündigte Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. (rs)

+++ Mittwoch, 3. September 2014 +++

Ebola-Verdacht in Wien

In Wien ist eine Frau mit Verdacht auf eine Ebola-Infektion ins Spital eingeliefert worden. Wie die MA15 – Landessanitätsdirektion am Mittwoch in einer Aussendung bekannt gab, war die 45-Jährige nach einer Nigeria-Reise mit hohem Fieber, Kopf -und Gliederschmerzen ins Franz-Josefs-Spital gebracht worden. Die Patientin wird demnach unter Isolierbedingungen untersucht und behandelt.

Ob tatsächlich eine Ebola-Infektion vorliegt, ist noch nicht klar. Derzeit werden Proben der Patientin im Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg untersucht. Innerhalb von 48 Stunden soll das Ergebnis vorliegen, heißt es in der Aussendung.

"Die Dame ist in einem stabilen Zustand. Sie wird wegen ihres Fiebers behandelt", sagte die Wiener Landessanitätsdirektorin Karin Spacek der Austria Presse Agentur (APA). Nach Angaben der Agentur gab es bisher vier Ebola-Verdachtsfälle in Österreich. Sowohl bei einer verstorbenen Frau in Tirol als auch bei zwei Patienten in Oberösterreich wurde das Virus nicht nachgewiesen. (kab)

Kärntner FPÖ bandelt mit dem BZÖ an

Der Kärntner FPÖ-Obmann Christian Ragger hat sich in einem Interview mit dem ORF Kärnten am Dienstag für eine Wiedervereinigung mit dem BZÖ ausgesprochen."Wir führen Gespräche mit dem BZÖ", sagte er. Ragger zufolge wird sich weisen, ob es eine gemeinsame Linie geben kann.

Das BZÖ scheint von diesen Unterredungen indes nichts zu wissen: "Natürlich kooperieren die Oppositionsparteien im Landtag gegen die Koalition aus SPÖ, ÖVP und Grünen", sagte der BZÖ-Politiker Wilhelm Korak der Austria Presse Agentur (APA). Konkrete Verhandlungen zu einer möglichen Wiedervereinigung bestreitet er allerdings.

Ragger erklärte der APA, es gebe derzeit keine Gespräche von Verhandlungsteams der FPÖ und des BZÖ. Im Hinblick auf die Kärntner Gemeinderatswahl im März 2015 sei es aber sein Ziel, "alle Freiheitlichen unter einem Dach zu vereinen". (kab)

Wiener Stadtregierung: Regen behindert Baustellenarbeiten

Der kühle und regnerische August hat nicht nur vielen den Badespaß verdorben, sondern bringt auch die Baustellenarbeiten in Wien durcheinander. Der ARBÖ hatte kürzlich die Wiener Stadtregierung für ihre Planung kritisiert. "Vor dem Schloss Schönbrunn ist tagelang nicht gearbeitet worden", zitiert der "Kurier" ARBÖ-Sprecher Sabatnig.

Nun nennen die Verantwortlichen ganz andere Gründe. Die zuständige Wiener Magistratsabteilung für Straßenbau (MA 28) macht die Witterung für die Verzögerungen verantwortlich. Im "Kurier" berichtet der Gruppenleiter Tiefbau der MA 28 von tausenden Pflastersteinen, die aufgrund des Dauerregens auf der Mariahilfer Straße derzeit nicht verlegt werden können. Auf der Gürtelbrücke in Wien Heiligenstadt bietet sich ein ähnliches Bild: Die Sanierungsarbeiten stocken. (rs)

48 syrische Flüchtlinge in Tirol aufgegriffen

Eine Gruppe von illegal eingereisten Syrern ist in Tirol aufgegriffen worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur APA. Die 48 Flüchtlinge wurden demnach in einem Zug am Brenner kontrolliert und anschließend in eine Betreuungsstelle des Roten Kreuzes gebracht. Darunter befanden sich auch zehn Kinder.

Die Zahl der in Tirol gestoppten Flüchtlinge nimmt zu. Der Großteil stammt aus Syrien und Afrika. Die 48 Syrer sollen noch heute nach Italien abgeschoben werden. (rs)

+++ Dienstag, 2. September 2014 +++

Hass-Postings auf Sebastian Kurz' Facebook-Seite: Verdächtige ausgeforscht

Im Fall um möglicherweise verhetzende Postings auf der Facebook-Seite von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sind acht Verdächtige ausgeforscht worden. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien mitteilte, werden gegen sie nun weitere Erhebungen geführt.

Wie der ORF meldet, sollen vier der ausgeforschten Personen von Wien aus tätig gewesen sein. Vier weitere sitzen demnach in den Bundesländern: Ihre Fälle wurden an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Mitte Juli hatte Kurz wegen antisemitischer Kommentare auf seinem Profil die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Laut Justizminister Wolfgang Brandstetter braucht Österreich klare Regeln für soziale Medien: Womöglich sei der Tatbestand der Verhetzung nicht ausreichend definiert. Im Herbst will sich die Regierung der Frage annehmen, ob Hass-Postings härter bestraft werden sollen. Mehr zum Thema (ank)

Hans Peter Haselsteiner kauft die Sammlung Essl

Unternehmer Hans Peter Haselsteiner kauft die Kunstsammlung des Baumax-Gründers Karlheinz Essl. Das berichten "Presse" und "Kurier" übereinstimmend. Der Kaufpreis soll über 100 Millionen Euro betragen und für die Rettung der schwer angeschlagenen Baumarkt-Kette aufgewendet werden.

Eine offizielle Bestätigung steht vorerst noch aus. Wie die "Presse" weiter berichtet, soll der Kauf über die "SE-Sammlung Essl GmbH" abgewickelt werden. Diese gehört zu 60 Prozent der ZMH GmbH, hinter der wiederum die Haselsteiner-Familienprivatstiftung steht.

Die verbleibenden 40 Prozent der SE-Sammlung Essl GmbH gehören unter anderem der Karlheinz Essl und Agnes Essl Privatstiftung. Anfang Oktober sollen Hauptwerke der Sammlung in London versteigert werden. (rs)

Doris Bures wird zur Nationalratspräsidentin gewählt

Die bisherige Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) wird heute zur Nationalratspräsidentin gewählt. Barbara Prammer, die das Amt bis zu ihrem Tod im August innehatte, wird vor dem Plenum eine Gedenkminute gewidmet, wie der Nationalrat mitteilte.

Im Anschluss an die Wahl wird die Regierungsumbildung Thema sein. Im Laufe der für rund drei Stunden angesetzten Debatte werden Neo-Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP), Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) und Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) erstmals zu Wort kommen. Bei den Abgeordneten gibt es zwei Wechsel: Bures erhält Oberhausers Mandat im Nationalrat, den Sitz von Prammer übernimmt Walter Schopf. (rs)

+++ Montag, 1. September 2014 +++

Drei Menschen sterben in Brunnenschacht

In Schönbach in Niederösterreich sind drei Mitglieder einer Familie in einem Brunnenschacht ums Leben gekommen. Der Unfall dürfte eine Verkettung unglücklicher Umstände gewesen sein. Wie der ORF berichtet, sind die beiden Männer und die Frau an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben.

Nach ersten Erkenntnissen stürzte der Vater bei der Pilzsuche in den Brunnen und wurde bewusstlos. Offenbar hatten sich in dem Schacht Gärgase gebildet. Während der Schwiegersohn die Einsatzkräfte alarmierte, versuchte die Tochter den Mann zu retten und wurde ebenfalls ohnmächtig. Schließlich versuchte der Schwiegersohn den Mann und die Frau aus dem Schacht zu retten, blieb aber erfolglos.

Wie der ORF berichtet, barg die Feuerwehr die drei Menschen mit Atemschutz aus dem Brunnen. Die beiden Männer verstarben noch an der Unfallstelle, die Frau auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Angehörigen und die Helfer wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. (rs)