Das Coronavirus breitet sich weiter aus. In China starben bereits über 400 Menschen an der Lungenkrankheit. In Bayern gibt es zwei neue Fälle.

  • Acht Deutsche auf Kreuzfahrtschiff im Hafen von Yokohama.
  • Zeitpunkt für Entlassung der Patienten weiter offen.
  • Virus bereits bei sehr leichten Symptomen übertragbar.
  • Sterblichkeitsrate liegt bei 2,1 Prozent.

Alle neuesten Meldungen lesen Sie hier in unserem aktuellen Coronavirus-News-Blog.

Alle Briten sollen China verlassen

16:22 Uhr: Großbritannien hat alle Landsleute zur Rückkehr aus China aufgerufen. "Wir raten britischen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen, falls sie können, um ihr Infektionsrisiko zu minimieren", teilte Außenminister Dominic Raab am Dienstag in London mit.

Sollten sich Briten in der besonders betroffenen Provinz Hubei aufhalten und zurückkehren wollen, werde man rund um die Uhr daran arbeiten, das zu ermöglichen. In anderen Regionen bestünden normale Flugverbindungen.

Gesundheitsminister Matt Hancock rechnet mit weiteren Fällen der neuartigen Lungenerkrankung in Großbritannien. Bislang wurde das Virus bei zwei Menschen nachgewiesen. Fast 100 Menschen leben derzeit für zwei Wochen in Quarantäne in einem Krankenhaus in Wirral.

Bericht: Acht Deutsche auf Kreuzfahrtschiff im Hafen von Yokohama

15:51 Uhr: Auf dem Kreuzfahrtschiff, das derzeit wegen Verdachts auf das neuartige Coronavirus im Hafen von Yokohama in Japan unter Quarantäne steht, sind einem Zeitungsbericht zufolge auch deutsche Urlauber.

"Unter den 2.666 Passagieren, die derzeit an Bord der "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama sind, befinden sich acht Deutsche", sagte der Sprecher der deutschen Repräsentanz der Reederei Princess Cruises, Rolf Nieländer, am Dienstag der "Bild"-Zeitung.

Der Verdacht, dass Menschen an Bord mit dem Erreger infiziert sein könnten, war wegen eines 80-jährigen Passagiers aufgekommen, der einige Tage zuvor das Schiff in Hongkong verlassen hatte. Er wurde von den Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone positiv auf das Virus getestet.

WHO: Coronavirus-Epidemie ist noch keine Pandemie

15:20 Uhr: Die Cornoavirus-Epidemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch keine Pandemie.

"Im Moment befinden wir uns nicht in einer Pandemie", sagte die Direktorin der WHO-Abteilung zur Vorbereitung auf Infektionsgefahren, Sylvie Briand, am Dienstag vor Journalisten in Genf. Derzeit handele es sich um eine Epidemie mit "mehreren Brennpunkten".

Zeitpunkt für Entlassung der Patienten weiter offen

14:53 Uhr: Ein Zeitpunkt für die Entlassung der zehn bayerischen Patienten aus den Kliniken in München und Traunstein ist weiter offen. Momentan seien alle Patienten noch Virus-Träger, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Nach Angaben des Präsidenten des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, gibt es derzeit zwischen 150 und 200 Kontaktpersonen, die zu den zehn Infizierten in Bayern Kontakt hatten. Diese sollen bis auf Weiteres zu Hause bleiben.

Wie lange die zwei Infizierten, die am Wochenende mit mehr als 120 weiteren Passagieren aus Wuhan zurückgeholt worden waren, auf der Isolierstation bleiben müssen, ist ebenfalls noch unklar. Die beiden Patienten müssen virenfrei sein, um die Station verlassen zu können.

Experten: Coronavirus bereits bei sehr leichten Symptomen übertragbar

14:26 Uhr: Das Coronavirus ist offenbar bereits bei sehr leichten Symptomen übertragbar. Das berichteten das Institut für Virologie der Berliner Charité und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr am Dienstag nach regelmäßigen Untersuchungen der in der Münchner Klinik Schwabing betreuten Patienten.

Die Labore beider Institute stellten demnach in mehreren Fällen fest, dass infektiöse Viren aus dem Nasen- und Rachenraum von Menschen mit geringen Symptomen in Zellkulturen angezüchtet werden können. Die Krankheitszeichen der untersuchten Patienten ähnelten dabei eher einer harmlosen Erkältung als einer schwerwiegenden Lungenentzündung.

Zugleich fanden die Forscher Hinweise darauf, dass sich das neuartige Coronavirus unabhängig von der Lunge auch im Nasen- und Rachenraum sowie im Verdauungstrakt vermehrt. Über eine mögliche Verbreitung über das Verdauungssystem hatten bereits chinesische Experten berichtet.

SAS verlängert Flugstopp nach China

13:58 Uhr: Die skandinavische Airline SAS fliegt wegen des Coronavirus länger als zunächst geplant keine Ziele in China mehr an. Aufgrund der Situation in der Volksrepublik werde der Flugstopp auf den Strecken nach Shanghai und Peking bis zum 29. Februar verlängert, teilte die Fluggesellschaft am Dienstag in Stockholm mit.

Für diese Flüge werden demnach bis zum 15. März keine Tickets mehr verkauft. Die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter habe immer oberste Priorität, erklärte SAS.

Fußball-Spiele chinesischer Clubs verlegt

13:33 Uhr: Spiele in der asiatischen Fußball-Champions-League, an denen chinesische Vereine beteiligt sind, sind verschoben worden. Wie der asiatische Fußballverband AFC am Dienstag bekannt gab, fiel die Entscheidung nach einem Dringlichkeitstreffen der sechs nationalen Mitgliedsverbände, die an der AFC Champions League East teilnehmen.

Betroffen sind die vier Teams Chiangrai United Peking, Guangzhou Evergrande, Shanghai SIPG und Shanghai Shenhua. Die ersten drei Runden der Gruppenspiele im Februar und März wurden auf April und Mai verschoben. Die erste K.o.-Phase wird voraussichtlich ebenfalls verschoben, die letzten 16 Spiele könnten im Juni statt im Mai stattfinden.

Die einzige Ausnahme ist ein Spiel Pekings am 18. Februar in Thailand. Da sich das Team derzeit in einem Trainingslager in Südkorea befindet, seien laut AFC "möglicherweise keine Quarantänemaßnahmen" notwendig.

Formel-1-Teams sprechen über China-Rennen

12:56 Uhr: Die Formel-1-Rennställe diskutieren am Mittwoch angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus über eine mögliche Absage oder Verlegung des Großen Preises von China in Shanghai. Das bestätigte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Montag bei einem Medientermin in London.

"Im Moment könnten wir niemanden dort hinschicken, weil niemand dort hinkommen würde", sagte Horner dem Fachportal "motorsport.com". Das Rennen auf dem Shanghai International Circuit am Rande der Millionen-Metropole ist für den 19. April geplant. Zuvor hatte der Motorsport-Weltverband (FIA) bereits mitgeteilt, die Situation in China zu beobachten.

"Sie sind nicht nur für das Wohl der Fahrer verantwortlich, sondern für alle Menschen, die mitreisen. Und ich bin sicher, sie werden die notwendige Sorgfalt walten lassen, bevor sie sich dazu entscheiden, das Rennen zu verschieben oder es abzusagen", sagte Horner und ergänzte: "Wir müssen ihrem Wissen und Urteil vertrauen." Die Gespräche finden im Rahmen eines Treffens der Strategiegruppe statt.

Singapur meldet erste Ansteckungen innerhalb des Stadtstaates

12:27 Uhr: In Singapur haben sich erstmals Menschen innerhalb des Stadtstaates mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Das Gesundheitsministerium von Singapur meldete am Dienstag sechs neue Fälle, darunter vier Mensch-zu-Mensch-Übertragungen des Erregers. Insgesamt gibt es in Singapur damit 24 Coronavirus-Fälle.

Bei den vier Erkrankten, die sich in Singapur ansteckten, handelt es sich den Angaben zufolge um vier Frauen. Zwei von ihnen arbeiten in einem Geschäft für Gesundheitsprodukte, in dem viele chinesische Touristen einkaufen. Die dritte Frau arbeitet als Reiseleiterin und brachte chinesische Touristen zu dem Geschäft.

Die vierte Frau ist eine Indonesierin, die als Hausangestellte für eine der drei Frauen aus Singapur arbeitet. Bei den beiden anderen Coronavirus-Fällen handelt es sich um Menschen aus Singapur, die aus Wuhan in China zurückgekehrt waren.

Sterblichkeitsrate durch Virus bei 2,1 Prozent - in Wuhan aber mehr

12:01 Uhr: Die Sterblichkeitsrate in China liegt im Schnitt bei 2,1 Prozent. Das bedeutet, dass rund jeder 50. nachweislich Erkrankte an dem Virus stirbt. In der schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina erreicht sie allerdings 4,9 Prozent, wie Jiao Yahui von der Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete.

In der gesamten Provinz Hubei, dessen Hauptstadt Wuhan ist, sind es demnach 3,1 Prozent.

Bewegungsfreiheit in weiteren Städten außerhalb von Hubei massiv eingeschränkt

11:29 Uhr: Die chinesischen Behörden haben in drei weiteren Großstädten außerhalb der Provinz Hubei die Bewegungsfreiheit von rund zwölf Millionen Menschen massiv eingeschränkt.

Die Maßnahmen betreffen nach Behördenangaben die gesamte Stadt Taizhou sowie Teile von Hangzhou, wo sich der Sitz des chinesischen Internetriesen Alibaba befindet, und mehrere Bezirke von Ningbo.

In Taizhou dürfen Bewohner von Wohnkomplexen nach Regierungsangaben nur durch einen bestimmten Eingang in die Gebäude gelangen und müssen ihren Ausweis vorzeigen, wenn sie nach draußen gehen oder zurückkehren wollen.

In Hangzhou wurde das Tragen von Atemschutzmasken angeordnet. Auch Ausweise und die Körpertemperatur der Bewohner sollen überprüft werden.

Krankenhaus mit 1.000 Betten innerhalb von Tagen errichtet

Im Eiltempo ist im chinesischen Wuhan ein Krankenhaus mit 1.000 Betten entstanden. In der Klinik werden ab heute Coronavirus-Patienten behandelt. Ein Zeitraffer-Video zeigt auf beeindruckende Weise, wie der Bau innerhalb von zehn Tagen fertiggestellt wurde.

Hyundai muss gesamte Produktion in Südkorea aussetzen

10:57 Uhr: Der Ausbreitung des Coronavirus in China trifft zusehends die eng getakteten Lieferketten der großen Autobauer. Der größte südkoreanische Hersteller Hyundai Motor kündigte am Dienstag an, seine gesamte Produktion im Heimatland noch in dieser Woche auszusetzen.

Grund für den Stopp der Bänder ist demnach, dass für die Produktion benötigte Kabelbäume, die sich Hyundai üblicherweise aus China zuliefern lässt, derzeit fehlen.

Rotes Kreuz warnt vor mangelhaften Masken

10:24 Uhr: Die internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hat vor dem Einsatz mangelhafter Atemschutzmasken in China gewarnt. Es sei "extrem wichtig", dass die Helfer vor Ort hochwertige Masken zur Verfügung hätten, sagte IFRC-Generalsekretär Jagan Chapagain am Montag der Nachrichtenagentur "AFP".

Allerdings würden infolge eines internationalen Hilferufs der chinesischen Regierung viele Masken nach China geschickt, die nicht diesen Normen entsprächen.

Unzureichende Masken vermittelten den Menschen ein "falsches Gefühl von Schutz" und blockierten Lager für medizinische Ausrüstung, sagte Jagan Chapagain. Zugleich wehrte er sich gegen Kritik an Mitarbeitern seiner Organisation, denen vorgeworfen wurde, in der chinesischen Metropole Wuhan die Auslieferung gespendeter Masken in Krankenhäuser verhindert zu haben. Allerdings stehe es den Mitarbeitern frei, Masken von schlechter Qualität abzulehnen, betonte der IFRC-Generalsekretär.

Behinderter Junge in China tragisch gestorben

9:51 Uhr: In der chinesischen Provinz Hubei ist ein schwerbehinderter Jugendlicher auf tragische Weise zu Tode gekommen: Der Vater des 17-jährigen Yan Cheng wurde in Quarantäne genommen und musste seinen auf einen Rollstuhl angewiesenen Sohn allein zu Hause zurücklassen.

Da der Junge weder sprechen noch laufen oder selbständig essen konnte, starb er nach einer Woche, wie die Regierung des Bezirks Hongan mitteilte.

Der Vater, Yan Xiaowen, kam am 22. Januar in Quarantäne. Fünf Tage später wurde beim ihm das neuartige Virus diagnostiziert. Verzweifelt veröffentlichte er einen Hilferuf in den Online-Netzwerken und bat darum, dass jemand nach seinem hilflosen Sohn sehen möge.

Der Hilferuf kam jedoch zu spät: Der Jugendliche, der an den Folgen einer frühkindlichen Hirnschädigung litt, starb am 29. Januar.

Chinas Führung räumt "Unzulänglichkeiten" im Kampf gegen Virus ein

9:22 Uhr: Die chinesische Führung hat "Unzulänglichkeiten und Defizite" in der Reaktion auf den Ausbruch der Lungenkrankheit eingeräumt. Nach einem Treffen unter Vorsitz von Staats- und Parteichef Xi Jinping ließ das Politbüro nach Angaben des Staatsfernsehens vom Dienstag mitteilen: "Wir müssen die Erfahrungen zusammenfassen und Lehren daraus ziehen."

Das nationale Krisenmanagement müsse verbessert werden. Das Gesundheitssystem solle untersucht - und "Mängel" müssten beseitigt werden.

Chinas Präsident forderte "rasche und entschlossene" Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit, wie die staatliche Nachrichtenagentur "Xinhua" berichtete. Er rief zu einer "strikten Durchsetzung" von Anordnungen und Verboten auf.

Im Kampf gegen die Epidemie gehe es nicht nur um das Leben und die Gesundheit der Menschen, sondern auch um die wirtschaftliche und soziale Stabilität. Der Ausbruch sei ein "wichtiger Test für Chinas System und die Fähigkeit zur Regierungsführung".

Weitere Metropole außerhalb Virus-Krisengebiets stoppt Busverkehr

8:45 Uhr: Die ostchinesische Metropole Hangzhou hat jetzt auch starke Einschränkungen des Verkehrs erlassen. Es ist schon die zweite Stadt außerhalb der schwer von dem Coronavirus betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina, die radikale Maßnahmen ergreift.

Die Transportbehörden von Hangzhou teilten am Dienstag mit, dass in dem mehr als zwei Millionen Einwohner zählenden Stadtbezirk Xiaoshan der innerstädtische und überregionale Busverkehr eingestellt werde.

Macau schließt zwei Wochen lang Casinos

6:44 Uhr: Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit hat das Glücksspiel-Eldorado Macao seine Kasinos für einen halben Monat geschlossen. Der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungsregion, Ho lat Seng, ordnete die Schließung am Dienstag an, nachdem neun der zehn Virus-Infektionen in Macao in der Glücksspielindustrie festgestellt worden waren, wie die Nachrichtenagentur "China News" berichtete.

Er forderte die mehr als 600.000 Einwohner auf, "in dieser kritischen Zeit" zuhause zu bleiben und nur vor die Tür zu gehen, wenn sie einkaufen müssten.

Mit der Schließung der Kasinos verliert Macao seine wichtigste Einnahmequelle. Die Umsätze der Glücksspielindustrie in der ehemaligen portugiesischen Enklave sind größer als in Las Vegas.

Kreuzfahrtschiff in Japan an der Kette

6:21 Uhr: Japan lässt Tausende von Passagieren und Besatzungsmitglieder auf einem Kreuzfahrtschiff auf das neue Coronavirus hin untersuchen. Anlass ist der Fall eines 80 Jahre alten Mannes aus Hongkong, der das Schiff am Samstag in Hongkong verlassen hatte und anschließend positiv auf den Erreger getestet worden war.

Keiner der 2.500 Passagiere und 1.000 Mannschaftsmitglieder an Bord der in Tokios Nachbarstadt Yokohama vor Anker liegenden "Diamond Princess" durfte das Schiff verlassen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, berichteten örtliche Medien.

Dutzende von mit Quarantäneaufgaben befassten Beamten waren zuvor an Bord gegangen. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur "Kyodo" sollen mindestens sieben Menschen an Bord über Unwohlsein klagen. Bislang sind in Japan 20 Fälle des neuen Virus bestätigt worden.

Patient aus Hongkong ums Leben gekommen

6:05 Uhr: Erstmals ist ein Patient aus Hongkong ums Leben gekommen. Die Krankenhausbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregionen bestätigte am Dienstag den Tod eines 39-Jährigen.

Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, hatte der Mann zuvor die besonders schwer vom Virus betroffene Stadt Wuhan besucht. Seit Ausbruch der neuen Lungenkrankheit ist es erst der zweite bestätigte Todesfall außerhalb des chinesischen Festlands. Zuvor war auch ein Patient auf den Philippinen ums Leben gekommen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus war am Dienstag in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es 20.438 bestätigte Erkrankungen - 3.225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425.

Die Meldungen rund um das Coronavirus am Montag, 3. Februar 2020

21:28 Uhr: Zwölfter Coronavirus-Fall in Deutschland: Bei dem neuen Betroffenen handelt es sich um einen weiteren Mitarbeiter eines Automobilzulieferers in Stockdorf bei München, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte.

Der Mann wurde in die München Klinik Schwabing gebracht. Damit ist der Erreger bei acht Mitarbeitern des Autozulieferers Webasto nachgewiesen worden.

Bayern: Weiteres Kind mit Virus angesteckt

20:12 Uhr: In Bayern hat sich ein weiteres Kind nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der Betroffenen in dem Bundesland auf neun und bundesweit auf elf Menschen.

Es handelt sich um ein zweites infiziertes Kind jenes Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Vater und die beiden Kinder seien in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

Indonesische Inselbewohner demonstrieren gegen Quarantäne von Wuhan-Rückkehrern

17:44 Uhr: Hunderte Indonesier haben am Montag aus Furcht vor einer Ausbreitung des Coronavirus gegen die Unterbringung von China-Rückkehrern auf der Insel Natuna demonstriert.

Die indonesische Regierung hatte am Vortag 238 Menschen aus der chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen, in der die Atemwegserkrankung zuerst ausgebrochen war. Die evakuierten Indonesier sowie ein Ausländer sollen nun 14 Tage auf der abgelegenen indonesischen Insel nordwestlich von Borneo unterkommen, bevor sie zu ihren Familien zurückkehren können.

Die Demonstranten forderten die örtlichen Behörden auf, die Evakuierten nicht in der Nähe eines Wohngebietes unterzubringen. "Wir glauben, dass dieses Virus für die Menschen in Natuna sehr gefährlich ist", sagte einer der Teilnehmer des Protests der Nachrichtenagentur AFP.

Nach der Ankunft der Evakuierten auf Natuna hatten die örtlichen Behörden die Schulen für zwei Wochen geschlossen und die Schüler aufgefordert, Aktivitäten im Freien einzuschränken.

Patienten in Deutschland geht es soweit gut

17:02 Uhr: Den zehn in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen geht es soweit gut. Die acht Betroffenen aus Bayern seien in "gesundheitlich stabilem Zustand", teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Montag mit.

Einige von ihnen hätten grippeähnliche Symptome gehabt, hieß es weiter. Der Erreger war bei sieben Mitarbeitern des Autozulieferers "Webasto" in Stockdorf bei München nachgewiesen worden. Zudem wurde ein Kind eines der Erkrankten positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet.

Zudem war das Virus bei zwei Passagieren festgestellt worden, die am Wochenende mit einem Bundeswehrflugzeug aus der besonders stark vom Virus betroffenen Stadt Wuhan zurückgeholt wurden.

"Sie sind beide symptomfrei, es sind gesunde Menschen", sagte der Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt, René Gottschalk, am Montag. Allerdings müssten sie auf der Isolierstation bleiben, bis sie virenfrei seien.

Chinas Führung räumt "Fehler" im Umgang mit Epidemie ein

16:31 Uhr: Chinas Führung hat am Montag "Fehler" im Umgang mit der Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur "Xinhua", die Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Das System müsse daher verbessert werden.

Das Ständige Ausschuss forderte außerdem eine verstärkte Überwachung von Märkten. Der illegale Handel mit Wildtieren müsse streng verboten werden, die Behörden müssten hart dagegen vorgehen.

Es wird vermutet, dass der Erreger der Lungenkrankheit auf einem Markt in der zentralchinesischen Stadt Wuhan von einem Wildtier auf den Menschen übergegangen ist. Auf dem mittlerweile geschlossenen Markt wurden außer Meeresfrüchten und Geflügel auch Tiere wie Krokodile, Schlangen und Füchse angeboten.

Pakistan nimmt Flüge von und nach China wieder auf

16:12 Uhr: Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat Pakistan die Flüge von und nach China wieder aufgenommen. Die Entscheidung der pakistanischen Fluggesellschaften fiel am Montag, nachdem die Gesundheitsbehörden des Landes deutlich gemacht hatten, dass die Kontrollsysteme gegen das Virus in Pakistan effizient genug seien.

"Die Flüge nach China sind wieder aufgenommen", sagte Zafar Mirza, ein Gesundheitsberater von Regierungschef Imran Khan.

Pakistanische Experten äußerten Zweifel daran, ob das Land eine Einschleppung des Virus wirklich verhindern könne. "Pakistan ist nicht in der Lage, mit dem Virus umzugehen", sagte Athar Niaz Rana von den Shifa International Hospitals in Islamabad. "Wir haben keine Vorrichtungen, um Verdachtsfälle wirklich zu testen."

China stoppt Anti-Doping-Kontrollen

15:49 Uhr: Chinas Anti-Doping-Agentur "CHINADA" hat sechs Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Tokio beschlossen, ihre Dopingkontrollen "aus Gründen des Gesundheitsschutzes" bis auf Weiteres auszusetzen. Über diese Entscheidung informierte die Internationale Kontrollagentur ITA mit Sitz in Lausanne.

"Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, um Sportler und Kontrolleure nicht zu gefährden", teilte die ITA mit. Natürlich erkenne man die Bedeutung der Kontrollen grundsätzlich an, "aber die Priorität besteht darin, die öffentliche Gesundheit für alle zu bewahren". Die Kontrollen durch die CHINADA würden laut ITA wieder aufgenommen, "sobald sich die Situation bessert".

Lufthansa streicht weitere China-Flüge

15:23 Uhr: Die Lufthansa-Gruppe streicht weitere Flüge nach China. Die Maßnahme umfasst auch die Töchter Swiss und Austrian, wie der Dax-Konzern am Montag in Frankfurt mitteilte. Peking und Shanghai werden bis zum 29. Februar nicht mehr angeflogen, die übrigen Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sogar bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März.

Zunächst hatte die Lufthansa nur die Flüge bis zum 9. Februar gestrichen. Die 19 wöchentlichen Verbindungen nach Hongkong werden hingegen weiterhin unverändert angeboten. Man beobachte die Situation weiterhin laufend und stehe mit den Behörden im Kontakt, teilte das Unternehmen noch mit.

Webasto verlängert Schließung von Firmenzentrale

14:58 Uhr: Der vom Coronavirus betroffene bayerische Automobilzulieferer "Webasto" verlängert die Schließung seiner Firmenzentrale in Stockdorf im Landkreis Starnberg. Bis einschließlich 11. Februar bleibe die Zentrale geschlossen, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Damit blieben die Mitarbeiter insgesamt zwei Wochen zu Hause, was der von Experten angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen entspricht.

Das Unternehmen macht allerdings eine Ausnahme bei der Schließung. Ab Dienstag sollen rund 20 Mitarbeiter im Bereich Testing und Prototypenbau für Dachsysteme "auf freiwilliger Basis" und nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt wieder in Stockdorf arbeiten.

Dies sei nötig, um die Anforderungen der Kunden weiter zuverlässig und auf höchstem Qualitätsniveau erfüllen zu können.

Russische Regierung will ausländische Erkrankte abschieben

14:25 Uhr: Die Regierung in Moskau will ausländische Coronavirus-Patienten aus Russland abschieben. Das Virus sei "in die Liste der besonders gefährlichen Krankheiten" aufgenommen worden, sagte der russische Ministerpräsident Michail Mischustin am Montag während einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung.

"Dies ermöglicht es uns, infizierte Ausländer auszuweisen und besondere Maßnahmen wie Isolierung und Quarantäne umzusetzen", fügte Mischustin hinzu.

Er habe einen nationalen Plan zur Bekämpfung der Epidemie unterzeichnet, berichtete Mischustin. Er versicherte, dass die Situation in Russland "unter Kontrolle" sei und das Land "über alle notwendigen Medikamente und Schutzmittel" verfüge. Zudem kündigte der Regierungschef an, ein für Mitte Februar geplantes Wirtschaftsforum in Sotschi auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

"In erster Linie müssen wir an die Sicherheit und Gesundheit unserer Bürger und der Forumsteilnehmer denken", begründete Mischustin seine Entscheidungen.

Quarantäne in Germersheim ist "gut organisiert"

13:56 Uhr: Als eine der zurückgekehrten Deutschen aus China hat eine Studentin die Abläufe im Quarantäne-Bereich in Germersheim als "gut organisiert" gelobt. "Jeder gibt sich Mühe, auch die Zimmer sind angenehm", sagte die 22-Jährige telefonisch aus der Südpfalz-Kaserne der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Alles läuft recht flüssig. Die Menschen sind nett zueinander."

Trotz allem hoffe sie, dass sie nur zwei Wochen bleiben müsse. Die Studentin lebte seit September in Wuhan und wollte für zwei Auslandssemester bis Juli bleiben.

Am ersten Tag in der Südpfalz-Kaserne habe sie am Sonntag etwa die Möglichkeit vermisst, herumzulaufen. "Man kann schon raus aus dem Gebäude, aber das abgesperrte Gebiet ist natürlich sehr begrenzt." Die Verpflegung sei gut. "Zum Frühstück gab es Obst und Brötchen, zum Mittagessen Reis und Chicken Curry, und zum Abendessen Kartoffelsuppe mit Würstchen." Ein Kiosk gebe Getränke und Snacks aus. "Ich denke, damit komme ich ganz gut zurecht", sagte sie.

China beklagt Mangel an Atemmasken

13:27 Uhr: Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat China "dringend" um Hilfe bei Atemmasken und anderer Schutzausrüstung gebeten. "Was China momentan dringend braucht, sind Atemmasken, Schutzanzüge und Schutzbrillen", sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, am Montag in Peking.

In Provinzen und Städten mit insgesamt mehr als 300 Millionen Einwohnern haben die chinesischen Behörden eine Schutzmaskenpflicht eingeführt. Vielerorts werden Atemmasken daher knapp. Nach Angaben aus dem Industrieministerium versuchen die chinesischen Behörden nun, zusätzliche Masken aus Europa, Japan und den USA zu besorgen.

Deutschland ist bereit, "nach Kräften zu helfen", wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin sagte. "Dazu gehört auch zu prüfen, wo wir mit entsprechenden Materiallieferungen unterstützen können."

16 Ausländer in China durch Coronavirus infiziert

13:01 Uhr: In China sind 16 Ausländer mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie Außenamtssprecherin Hua Chunying am Montag in Peking berichtete, sind 14 von ihnen in einem stabilen Zustand und in Quarantäne. Zwei hätten bereits erholt das Krankenhaus wieder verlassen können.

Um welche Nationalitäten es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht. Nach früheren, offiziell unbestätigten Medienberichten haben sich mindestens zwei Australier, zwei Hongkonger und vier Pakistaner infiziert.

Höhepunkt der Epidemie erst später als bisher erwartet

12:39 Uhr: Chinesische Fachleute rechnen erst später als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie. "Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird", sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Montag.

Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden. "Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen."

Damit korrigierte der bekannte Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er den Zeitpunkt jetzt doch weiter in die Zukunft verschieben musste, sagte Zhong Nanshan nicht.

WHO besorgt über "massive Infodemie"

12:17 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich besorgt gezeigt über die Informationsflut zum Coronavirus. Der Ausbruch des Erregers 2019-nCoV sei von einer "massiven Infodemie", einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden, teilte sie am Sonntagabend in Genf. Einige Informationen seien korrekt, andere nicht.

Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie etwa Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen. Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

Coronavirus: Hongkong schließt weitere Grenzübergänge zu China

11:51 Uhr: Hongkong hat weitere Grenzübergänge nach China geschlossen. Wie Regierungschefin Carrie Lam am Montag mitteilte, bleiben nur noch der Shenzhen Bay-Übergang, die Brücke nach Zhuhai und Macao und eine begrenzte Zahl von Flugverbindungen in die Volksrepublik offen. Dort könnten eingehende Gesundheitskontrollen gemacht werden. Zuvor waren bereits alle Fähr- und Zugverbindungen ausgesetzt worden.

Die weitere Schließung folgte auf wachsenden Druck unter den sieben Millionen Hongkongern, die Grenze ganz zu schließen, um ein Einschleppen des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Mehr als Tausend Mitarbeiter des Gesundheitswesens hatten am Montag gestreikt, um eine weitere Begrenzung der Besucher aus der Volksrepublik durchzusetzen.

Erster Flug mit Rückkehrern in Australien gelandet

11:29 Uhr: Australien hat 243 Menschen aus dem Coronavirus-Gebiet in China ausgeflogen. Sie landeten am Montag auf einem Luftwaffenstützpunkt in Exmouth in Westaustralien.

Anschließend sollten die Insassen des Charterflugzeugs, unter ihnen 89 Kinder, mit kleineren Flugzeugen auf die abgelegene Weihnachtsinsel gebracht werden. Auf der Insel im Indischen Ozean sollen sie für mindestens zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden.

An Bord der Flugzeugs waren neben australischen Staatsangehörigen auch Menschen mit einer ständigen Aufenthaltsgenehmigung in Australien. Auf der Weihnachtsinsel sollen sie nach Angaben des Behörden in einem Aufnahmezentrum für Asylsuchende in kleineren Gruppen untergebracht werden, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

China kritisieren USA: Angaben von Trump zu Hilfe zurückgewiesen

11:03 Uhr: China hat schwere Kritik an der Reaktion der USA auf den Ausbruch der Lungenkrankheit geübt. Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, die USA hätten China "enorme Hilfe" angeboten, wies eine Außenamtssprecherin am Montag in Peking zurück. "Die US-Regierung hat uns keine bedeutende Hilfe zur Verfügung gestellt."

Die USA seien aber die ersten gewesen, die ihr Konsulat in Wuhan evakuiert hätten, die ersten, die einen teilweisen Rückzug des Botschaftspersonal erwogen hätten, und die ersten, die ein Einreiseverbot für Chinesen verhängt hätten, sagte die Sprecherin. "Alles, was sie getan haben, kann nur Angst schüren und verbreiten, was ein schlechtes Beispiel ist."

"Die USA wechseln von Selbstüberschätzung zu Angst und Überreaktion", beklagte die Sprecherin. Das Einreiseverbot für Chinesen und Ausländer, die in China waren, stehe im Widerspruch zu den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Kreuzfahrtschiffe nehmen Passagiere nach China-Reisen nicht an Bord

10:36 Uhr: Die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien lassen künftig keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA am Montag in Hamburg mit.

Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen. Das liege in der Verantwortung der jeweiligen Reederei.

Die Kreuzfahrtgesellschaften "Costa Crociere" und "MSC" hatten wegen des Ausbruchs des Coronavirus bereits alle Kreuzfahrten abgesagt, die von chinesischen Häfen starten. MSC strich drei Anfang Februar geplante Kreuzfahrten ihres Schiffes "Splendida" mit 6.880 Plätzen von chinesischen Häfen in Richtung Japan, teilte die Reederei mit.

Mehr Tote in China durch neuen Virus als bei Sars

10:00 Uhr: Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit hat in China schon mehr Menschenleben gefordert als die Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages.

An dem neuen Coronavirus starben demnach erneut 57 Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 361 Tote - mehr als es durch das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) 2002/2003 in China gegeben hatte. Weltweit waren damals allerdings 774 Tote zu beklagen gewesen.

Wuhan-Rückkehrer in Niederlande und Frankreich

8:55 Uhr: Etwa 20 unter Beobachtung stehende Passagiere, die aus der besonders vom neuen Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben sich nicht infiziert. Tests seien negativ ausgefallen, sagte der Staatssekretär im französischen Gesundheitsministerium, Adrien Taquet, am Montag im Sender BFMTV.

Auch in den Niederlanden sind nun Rückkehrer aus Wuhan eingetroffen. 15 Niederländer sowie zwei chinesische Partner wurden in der Nacht zum Montag mit einem Bus von Brüssel zum Flughafen Eindhoven gebracht, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete.

Sie sollen bis auf weiteres in einer Isolierstation des Militärs untergebracht werden. Tests in Brüssel hätten bei keinem von ihnen Hinweise auf eine Infektion mit dem Virus ergeben, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Coronavirus: Chinas Aktienmärkte spüren die Angst

7:02 Uhr: Sorgen um die Verbreitung des Virus haben Chinas Aktienmärkte einbrechen lassen. Der Shanghai Composite Index fiel am Montag um 7,72 Prozent, während der Component Index im südchinesischen Shenzhen um 8,45 Prozent absackte. Es war der erste Handelstag nach den wegen der Lungenkrankheit verlängerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest, die schon am 23. Januar begonnen hatten.

Viele Aktien fielen gleich zu Beginn um die zehn Prozent, die als Handelslimit festgelegt sind, weil sich die Anleger um den Zustand der weitgehend still stehenden zweitgrößten Volkswirtschaft sorgten. Die meisten Fabriken und Büros sind wegen der Epidemie vorerst auch diese Woche geschlossen. Es waren die größten Verluste seit der Börsenkrise 2015 in China.

Neue Art der Infizierung bekannt

6:45 Uhr: Nach neuesten Erkenntnissen chinesischer Forscher kann sich das Coronavirus nicht nur über Tröpfchen, sondern auch über das Verdauungssystem verbreiten. Die Mediziner haben das Virus 2019-nCoV auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen hatten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete.

An der Forschung waren die Universität Wuhan und das Virus-Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften in der schwer betroffenen Provinzhauptstadt von Hubei beteiligt.

Lesen Sie hier die bisherigen Entwicklungen zum Coronavirus.

Mit Material von dpa und afp