Knalleffekt beim Meister: Red Bull Salzburg trennt sich noch vor der Winterpause von Coach Peter Zeidler. Sein interimistischer Nachfolger steht schon fest.

Fußball-Meister FC Red Bull Salzburg hat sich von Trainer Peter Zeidler getrennt. Das bestätigte der Verein via Twitter. Bis zur Winterpause übernimmt Thomas Letsch.

Zeidler hat in fünf Spielen nur einen Sieg verbucht. Zuletzt spielte Red Bull gegen den Tabellenletzten WAC nur 1:1.

Probleme mit Martin Hinteregger

Dazu kamen laufende Schwierigkeiten mit Abwehrchef Martin Hinteregger: Der 23 Jahre alte Teamverteidiger stand gegen die Wolfsberger erneut nicht im Kader - weil er sich nicht auf seine Pflichten beim Verein konzentriert haben soll.

"Martin hat die Regenerationseinheit nach dem Spiel gegen Grödig nicht professionell und zur Zufriedenheit des Trainerteams absolviert", sagte Zeidler am Dienstag vor dem Ligaspiel gegen den WAC in einem Sky-Interview. "Die Konsequenz daraus ist, dass er nicht im Kader ist."

Aus nach wenigen Monaten

Noch am 1. Dezember hatte Salzburgs sportlicher Leiter Christoph Freund erklärt: "Aktuell gibt es keine Trainerdiskussion. Wir schauen, dass beide noch ausstehenden Spiele positiv abgeschlossen werden, da stecken wir die ganze Energie hinein."

Die beiden ausstehenden Spiele - am 6. Dezember in Mattersburg und am 13. Dezember gegen Rapid - wollte die Vereinsführung nun offenbar doch nicht mehr abwarten. Damit ist Peter Zeidlers Amtszeit bei Red Bull nach einem halben Jahr vorbei.

Interimstrainer Letsch war bisher Coach des FC Liefering. Der 47-jährige Deutsche soll um 10:00 Uhr bereits das Training der "Bullen" leiten. Um 13:00 Uhr will der Verein in einem Livestream über den Trainerwechsel informieren.