Auf der Suche nach einem weiteren Superlativ für Manchester Citys Torjäger Erling Haaland, der belegbar ein Mensch aus Fleisch und Blut ist, zieht Spaniens Sportpresse vor dem Duell Real Madrids mit Bayern-Bezwinger ManCity einen spannenden Vergleich.

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Der Hype ist real. Superstars hat das ruhmreiche Estadio Santiago Bernabeu in Scharen gesehen, doch der Auftritt der derzeit größten Attraktion im Weltfußball sorgt selbst in Madrid für angespannte Aufregung. Einen "Androiden" nannte die klubnahe Sporttageszeitung "Marca" Manchester Citys Tor-Maschine Erling Haaland, der wahlweise auch schon als "Monster" (TV-Experte Mario Gomez) oder "Transrapid" (Moderator Micky Beisenherz) bezeichnet worden ist.

Mit seinen scheinbar übermenschlichen Qualitäten vor dem Tor ist der 22-jährige Norweger im Halbfinal-Hinspiel der Champions League am 9. Mai (21:00 Uhr/Prime Video) die größte Gefahr für die Königlichen. Und er ist bei seinem ersten Auftritt in Madrid zugleich Manchesters schärfste Waffe für die erhoffte Revanche.

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Halbfinale von 2022 wirkt nach

Das fast unwirkliche Halbfinal-Aus der Engländer im Mai 2022 gegen Real (4:3/1:3 n.V.) ist unvergessen. Zwei späte Gegentore im Rückspiel, dann der K.o. in der Verlängerung: Defensive Patzer und der eigene Chancenwucher ermöglichten dem spanischen Rekordmeister damals eine der größten Überraschungen der jüngeren Champions-League-Geschichte.

Ein Jahr später hat City den besten Torjäger des Wettbewerbs in den eigenen Reihen. "Wenn man ihm Chancen gibt, erzielt er in allen Situationen ein Tor. Elfmeter, Flanken, Kombinationen, Übergänge. Er kann viele, viele Dinge tun", sagte Teammanager Pep Guardiola über sein Sturmphänomen, das 2022/23 zwölf Treffer in acht Auftritten in der Königsklasse erzielt hat.

Das Selbstvertrauen der Himmelblauen ist aber nicht nur wegen Haaland enorm. Seit 20 Spielen ist Manchester ungeschlagen, in der Premier League ist man wieder Tabellenführer, auch das Finale im FA Cup hat City erreicht. Der Traum, als erster englischer Klub seit dem ungeliebten Stadtrivalen United in der Saison 1998/99 das Triple zu holen, er lebt.

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Ilkay Gündogan zeigt Respekt vor Real: "Wird brutal schwer"

Real Madrid ist auf dem Weg dahin die wohl größte verbliebene Hürde. "Wir treffen auf eine Weltklasse-Mannschaft, die es fast gewohnt ist, Jahr für Jahr ins Finale einzuziehen und diese Trophäe oft zu gewinnen. Es wird brutal schwer", sagte Nationalspieler Ilkay Gündogan, Doppeltorschütze beim 2:1-Sieg über Leeds United im letzten Ligaspiel vor dem Hinspiel gegen Real Madrid. "Gigantisch" nennt er das Duell mit Toni Kroos, Antonio Rüdiger und den anderen königlichen Stars: "Gegen Real ist es immer etwas Besonderes."

Um die Bedeutung weiß auch Guardiola. "Wir werden auf jeden Fall an diesem Wettbewerb gemessen", sagte der Katalane, für den Real Madrid schon aufgrund der Verbundenheit zum FC Barcelona ein natürlicher Rivale ist.

Pep Guardiola jagt dem CL-Triumph mit Manchester hinterher

2016 hat sich Guardiola nach drei Jahren beim FC Bayern München aber der Arbeit bei Manchester City verschrieben und die Citizens als bestes englisches Team etabliert. Vier Mal wurde er Meister, ein Mal gewann er den FA Cup. Auf den Champions-League-Triumph wartet Guardiola aber auch nach sieben Jahren vergeblich. Ohne diesen, das weiß der spanische Ex-Nationalspieler, wäre sein Wirken in Manchester unvollendet. Das zu verhindern, ist auch die Aufgabe von Erling Haaland.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

  • Real Madrid: Courtois - Carvajal, Rüdiger, Alaba, Camavinga - Fede Valverde, Kroos, Modric - Rodrygo, Benzema, Vinicius Junior.
  • Trainer: Ancelotti
  • Manchester City: Ederson - Akanji, Stones, Ruben Dias, Ake - Rodrigo - De Bruyne, Gündogan - Bernardo Silva, Haaland, Grealish.
  • Teammanager: Guardiola
  • Schiedsrichter: Artur Dias (Portugal)

(sid/hau)

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