• 16:44 Uhr: ➤ Die Olympiasiegerinnen und -sieger müssen sich selbst schmücken
  • 16:11 Uhr: DFB-Fußballer in Tokio gelandet - Kruse: "Hier, um Gold zu holen"
  • 15:57 Uhr: Deutsche Basketballer backen ohne ihren Star Dennis Schröder kleine Brötchen

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➤ Olympiasiegerinnen und -sieger müssen sich selbst ehren

Die erfolgreichen Athletinnen und Athleten werden sich bei den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) die Medaillen selbst um den Hals hängen müssen. Das sehen die Corona-Maßnahmen des Organisationskomitees und des Internationalen Olympischen Komitees vor, wie IOC-Präsident Thomas Bach am Mittwoch erklärte. Demnach werden die Medaillen auf einem Tablett präsentiert.

"Es wird sichergestellt, dass die Person, die die Medaillen auf das Tablett legt, desinfizierte Handschuhe trägt", sagte Bach. Die Athleten müssen während der Zeremonien, die wie die Wettkämpfe ohne Zuschauer stattfinden, wie alle anderen Anwesenden Masken tragen. Händeschütteln und Umarmungen sind verboten.

Die Spiele in der japanischen Hauptstadt unterliegen strengen Einschränkungen, angefangen bei der Einreise der Sportlerinnen und Sportler sowie aller anderen an dem Mega-Event Beteiligten. Auch die Bewegungsfreiheit vor Ort ist für alle Teilnehmer extrem begrenzt. Verstöße gegen die Regeln werden streng geahndet, sogar die Ausweisung aus Japan wird angedroht.

Tokio befindet sich wie andere Präfekturen des Landes im Notstand, am Mittwoch meldeten die Behörden 1.149 neue Coronafälle und damit die meisten seit sechs Monaten. Erstmals in der Geschichte Olympischer Spiele sind Zuschauer in Tokio nicht zugelassen.

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Der Zeitplan für die Olympischen Sommerspiele in Tokio nach Wettkampftagen.

Die weiteren Olympia-News des Tages:

Der Olympia-Kader des DFB ist gelandet - Kruse: "Wir sind hier, um Gold zu holen"

16:11 Uhr: Max Kruse genoss den aufregenden Start in die Olympia-Mission offenbar in vollen Zügen. Jeden noch so kleinen Schritt bei der Reise nach Japan teilte der Anführer der deutschen Fußballer per Foto mit seinen Fans: Kruse beim Essen an Bord, Kruse mit Teamkollegen nach der Landung, Kruse inmitten der Olympioniken aus anderen Ländern am Flughafen in Tokio - und Kruse erschöpft nach der Ankunft in seinem Hotelzimmer.

Der Offensivspieler von Union Berlin ist nun mittendrin im Abenteuer Olympische Spiele. Doch erst einmal müsse er sich ausruhen, die fast 22-stündige Reise sei schließlich anstrengend gewesen, sagte Kruse in einer Videobotschaft, nachdem das Team am Mittwochabend (Ortszeit) im Wakayama Marina City Hotel eingetroffen war. Doch die Strapazen wird er wohl schnell vergessen.

"Viele von uns haben Olympia schon geschaut, als sie noch klein waren. Deshalb ist es eine Ehre, dabei sein zu dürfen", sagte Kruse. Und seine Lust könnte sinnbildlich für eine Stimmung stehen, die nun entfacht werden soll. Die Absagenflut, der kleine Kader mit nur 18 statt 22 Spielern, die gedämpfte Euphorie - all das darf bei den Vorbereitungen keine Rolle mehr spielen.

"Das erste Ziel ist, ins Viertelfinale zu kommen. Dann lockt auch das Olympische Dorf", sagte DFB-Trainer Stefan Kuntz und rückte damit den Fokus auf die sportlichen Ambitionen. Ihm bleiben noch einige Tage, um den "verschworenen Haufen", wie Kuntz seine Mannschaft bezeichnete, auf das Auftaktspiel gegen Brasilien am 22. Juli (13.30 Uhr/ARD und Eurosport) in Yokohama vorzubereiten.

"Wir können vielleicht mit einer Medaille auch die Experten und die Menschen überraschen in Deutschland", meinte Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften. Auch Maximilian Arnold versicherte, dass er nicht nur nach Tokio fahre, "damit ich im Olympischen Dorf mal Cappuccino trinken kann".

Lange Verhandlungen um Erfolgsprämien gab es aber nicht. "Wir alle fahren dahin, um die Goldmedaille zu holen. Die ist viel mehr wert als jedes Geld", sagte Kruse, der mit der deutschen Mannschaft am Samstag noch gegen Honduras in Wakayama testet. Weitere Gegner in Gruppe D sind dann Saudi-Arabien und die Elfenbeinküste.

Deutschlands Olympia-Aufgebot:

Tor

  • Svend Brodersen (Yokohama FC)
  • Florian Müller (VfB Stuttgart)
  • Luca Plogmann (Werder Bremen)

Abwehr

  • Benjamin Henrichs (RB Leipzig)
  • Amos Pieper (Arminia Bielefeld)
  • David Raum (TSG Hoffenheim)
  • Keven Schlotterbeck (SC Freiburg)
  • Jordan Torunarigha (Hertha BSC)
  • Felix Uduokhai (FC Augsburg)

Mittelfeld und Sturm

  • Ragnar Ache (Eintracht Frankfurt)
  • Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen)
  • Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg)
  • Max Kruse (Union Berlin)
  • Eduard Löwen (VfL Bochum)
  • Arne Maier (Hertha BSC)
  • Marco Richter (FC Augsburg)
  • Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth)
  • Cedric Teuchert (Union Berlin)

Olympia-Trainer Stefan Kuntz attackiert vor dem Abflug nach Tokio die Bundesligaklubs

1988 Bronze, 2016 sogar Silber: Die Bundesligakicker wussten bei Olympia schon zwei Mal zu überraschen, als niemand mit ihnen rechnete. In Tokio soll es mindestens für das Viertelfinale reichen.Das sagt Trainer Stefan Kuntz. Und er sagt auch, dass er sich im Stich gelassen fühlt von vielen Vereinen der Bundesliga. (Teaserbild: imago images/Marc Schüler) © ProSiebenSat.1

Basketball: Ohne Star Dennis Schröder ist eine Medaille unrealistisch

15:57 Uhr: Ohne ihren namhaften Anführer Dennis Schröder soll die mannschaftliche Geschlossenheit, die in Split schon der Schlüssel zum Erfolg war, das deutsche Basketball-Team bei Olympia weit tragen. "Bei uns ist die Mannschaft Trumpf", so Rödl, der aber nicht gleich vom großen Medaillen-Coup träumen wollte. "Ich glaube, dass wir immer eine Chance haben, ein Spiel zu gewinnen", sagte er: "Eine Medaille ist, glaube ich, sehr hochgegriffen im Moment. Aber ich traue der Mannschaft sehr, sehr viel zu."

Bis zum 18. Juli bereitet sich das DBB-Team noch in Trier auf Olympia vor, dann beginnt das Olympia-Abenteuer. In Japan geht es dann gleich zu Beginn der Gruppenphase zur Sache. Auftaktgegner am 25. Juli (6:40 Uhr MESZ) ist Italien, das Deutschland zuletzt im Supercup von Hamburg besiegte. Doch Rödl warnt davor, die Italiener zu unterschätzen: "Die werden", so der Coach, "im Vergleich zu der Mannschaft, die wir im Supercup geschlagen haben, nicht wiederzuerkennen sein."

Danach warten Nigeria (28. Juli/3:00 Uhr) und der Podiumskandidat Australien (31. Juli/10:20 Uhr) im Kampf um das Viertelfinale. Letztere bezwangen zuletzt in Testspielen in Las Vegas gar den Rekord-Olympiasieger USA um Superstar Kevin Durant. "Unsere Gruppe ist sehr stark, das muss man wirklich sagen", gab Rödl zu, wobei er sich dennoch selbstbewusst gab: "Wir gehen da mit breiter Brust hin."

Das Olympia-Tagebuch vom 13. Juli zum Nachlesen

Mit Material der dpa, afp und sid